Finanzen + Vorsorge Der stille Partner: Beteiligungskapital

Cash für Ihre Firma

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Eigenkapital kann auch durch so genannte Kapitalbeteiligungsgesellschaften ins Unternehmen fließen. Dabei stellt ein Unternehmen, eine Bank oder eine so genannte Beteiligungsgesellschaft Gründerinnen und Gründern Beteiligungskapital zur Verfügung, auch wenn sie keine ausreichenden Kreditsicherheiten vorweisen können.

Beteiligungskapital, auch Venture Capital oder Risikokapital genannt, ist dabei nichts anderes als Eigenkapital, das dem Unternehmen von Beteiligungsgesellschaften oder außenstehenden Privatpersonen zur Verfügung gestellt wird.

Es erhöht den Liquiditätsspielraum und dient einer betriebsgerechten Unternehmensfinanzierung. Zur kurzfristigen Betriebsmittelfinanzierung ist Risikokapital aber kaum geeignet.

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Mit Risikokapital können beispielsweise junge Unternehmen aus dem Software- und Dienstleistungsbereich oder den neuen Medien ihre Entwicklungsaufwendungen und Vermarktungskosten finanzieren, die nach banküblichen Gepflogenheiten mit Fremdmitteln nicht oder nur schwer finanzierbar wären.

Risikokapital kann aber auch zur (Mit-)Finanzierung größerer Investitionen, wie Immobilien, Maschinen und Geräte, für die Wachstumsfinanzierung oder aber zur Auszahlung von Gesellschafter oder Erben eingesetzt werden. Es eignet sich besonders für technologieorientierte Gründungen.

Unterschiedliche Kapitalgeber

Kapitalgeber der Beteiligungsgesellschaften sind Banken, Industrieunternehmen und private Versicherungsunternehmen, aber auch private Finanziers. Sie übernehmen Beteiligungen ab ca. 250.000 Euro, allerdings auch nur dann, wenn hohe Renditen in Aussicht stehen.

Daneben gibt es die öffentlich geförderten mittelständischen Beteiligungsgesellschaften des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK). Sie sind nicht in erster Linie gewinnorientiert und bieten Beteiligungen an, die speziell auf kleine und mittlere Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer zugeschnitten sind. Gesellschafter sind Kammern, Verbände und Banken, die keinen Einfluss auf die laufende Geschäftsführung nehmen. Sie sind in nahezu allen Bundesländern vertreten.

Die Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft (tbg) der Deutschen Ausgleichsbank führt, wie die Kreditanstalt für Wiederafbau (KfW), im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) das BTU-Programm „Beteiligungskapital für kleine Technologieunternehmen“ durch. Dabei stellt die tbg unter der Voraussetzung, dass sich ein privates Beteiligungsunternehmen als Finanzierungspartner an dem Vorhaben beteiligt, jungen Technologieunternehmen Beteiligungskapital zur Verfügung.

Beteiligungsgesellschaften finden

Es gibt in Deutschland schon weit über 150 Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Welche Gesellschaft für welches Projekt in Frage kommt, erfahren Gründer beim Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften in Berlin (BVK).

Einen Venture-Capital-Service im Internet bietet auch das Business Angels Network Deutschland (BAND). Bei den Business Angels handelt es sich um Privatpersonen oder Unternehmer, die nicht nur Beteiligungskapital zur Verfügung stellen, sondern Gründerinnen und Gründern auch mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen.

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