Finanzen + Vorsorge Die Geldvermehrer

impulse hat exklusiv die Ergebnisse von 180 Fondsvermögensverwaltern verglichen. Welchen Experten Sie Ihr Depot anvertrauen sollten.

Eigentlich konnten private Anleger im vergangenen Jahr nicht viel verkehrt machen. An den Börsen lief es wie geschmiert. Mit jedem durchschnittlichen weltweit anlegenden
Aktienfonds erzielten sie gut zehn Prozent Wertzuwachs.

Doch es war weitaus mehr drin – vorausgesetzt, die Investoren hatten ihr Geld professionellen Fondsvermögensverwaltern
anvertraut -, wie die jährliche impulse-Umfrage unter 180 dieser Anlageprofis zeigt. Kleine wie große, freie und bankgebundene
Verwalter haben ihre Fondsdepots eingereicht. Eine faustdicke Überraschung
gab es beim erstmals von impulse durchgeführten Fünf-Jahres-Vergleich: Union Investment gewann alle drei Strategiekategorien – offensiv, ausgewogen und konservativ. Ihr Erfolgsgeheimnis: „Wir setzen auf nachhaltig stabile Ergebnisse, große Diversifizierung und geringe Kosten“, erklärt Alexander Schindler, fürs Portfolio-Management zuständiger Vor stand bei der Volks- und Raiffeisenbanktochter.

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Auch die Resultate der anderen Vermögensverwalter können sich sehen lassen. Im Jahr 2006 erzielten die
Fondsexperten von Ampega Gerling
Investment mit ihren international ausgerichteten offensiven Portfolios aus unterschiedlichen Aktienfonds über 20 Prozent Plus. Stiegen gemischte Publikumsfonds aus Aktien und Renten nur um sechs Prozent,
holten die Verwalter von Packenius Mademann & Partner aus ihren ausgewogenen Fondsdepots stolze 16 Prozent Rendite heraus. Und selbst mit langweiligen Rentenpapieren, die 2006 dank vier Zinserhöhungen meist Verluste hinnehmen mussten, kassierte Doppelsieger Packenius Mademann noch Fondsdepot-Renditen von fast neun Prozent. „2006 musste man flexibel reagieren können“, erklärt Thomas Packenius, dessen kleine Düsseldorfer Vermögensverwaltung seit Jahren fast immer einen der vorderen Plätze belegt.

Im inzwischen zum achten Mal erhobenen impulse-Vergleich gab es eine Neuerung: Erstmalig wurden statt drei die letzten fünf Jahresergebnisse bewertet. Dafür sollte jeder
Fondsverwalter sowohl seine Fondsdepots als auch seine Dachfonds einreichen. Beide Anlagen investieren in einzelne Fonds. Bei Fondsdepots handelt es sich um Portfolio-Empfehlungen der Vermögensverwalter,
Dachfonds dagegen haben eine eigene
Wertpapier-Kennnummer, sodass sie bei jeder Bank zu ordern sind.

Alle Wertpapierdepots hat impulse je nach ihren Strategien in drei Risikokategorien einsortiert. Offensiv: über 60 Prozent Aktienfondsquote, konservativ: über 60 Prozent Rentenfondsanteil und die ausgewogenen Depots rangieren dazwischen.

Dass hohe Aktienquoten dauerhaft lohnen, beweist Langfristsieger Union Investment. Deren Dach fonds „Uni-Strategie: Offensiv“ er zielte im Schnitt der vergangenen fünf Jahre
eine Rendite von über 30 Prozent. Dabei wählt das 16-köpfige Anlageteam allein aus den 125 Union-Fonds aus. Andere Fonds verwalter bedienen sich dagegen aller 4000 in Deutschland zugelassenen Fonds. Dass hauseigene Mischungen nicht nur kostengünstig, sondern auch erfolgreich
sind, belegten außerdem die Dachfonds „Uni-Strategie: Ausgewogen“ und „Uni-Strategie: Konservativ“, die in ihren Kategorien am besten abschnitten. „Wir planen unsere Anlagestrategie für jeweils drei Monate und bestücken dann die Depots mit rund 30 Einzelfonds. Bei Kursänderungen wechseln wir unattraktive Werte jedoch sofort aus“, erklärt
Schindler.

Beim besten offensiven Fondsdepots des Jahres 2006, dem Ampega Gerling Top Trend AMI Aktiendachfonds, entscheidet ein Computerprogramm über Kauf und Verkauf der Fonds. Es basiert auf einem streng
mathematischen Ansatz von Manager Olaf Johannes Eick. Erkennt sein Modell an der Börse einen neuen Trend, kauft es automatisch die zehn Aktienfonds, die darauf als Erste positiv reagieren. „Damit nehmen wir
immer den Großteil eines Börsenaufschwungs
mit. Bei einer beginnenden Baisse verabschieden wir uns aber auch wieder recht zügig.“

Eicks Fonds beweist: Man braucht für Erfolg keine hohen Mindestanlagen. Für den Top Trend gibt es Sparpläne bereits ab 50 Euro im Monat. Wer in das chancenorientierte Depot
von Fürst Fugger investieren will, muss mindestens 2500 Euro anlegen. Bei den Einstiegsgebühren dagegen sollten Anleger genau hinschauen. Dachfonds verlangen fast immer fünf Prozent Agio, Fondsdepots meist gar nichts. Dagegen sind hier oft höhere
Verwaltungsgebühren und bisweilen saftige Gewinnbeteiligungen von bis zu zehn Prozent fällig.

Wer 2006 weniger Risiko eingehen wollte, lag mit Packenius Mademann genau richtig. Die Düsseldorfer Experten für ausgewogene und konservative Depots erzielten trotz aller
Zins- und Aktienturbulenzen stabile Renditen. Sie mischen wenige, langjährig erfolgreiche Fonds. Packenius: „Wir investieren mit ruhiger Hand und folgen den großen Trends.“

An dieser Strategie halten sie auch 2007 fest. „Bei den Aktien sind vor allem europäische Titel attraktiv, weniger
Dividendenpapiere aus den USA oder aus Japan. Weil zudem weitere Zinsanhebungen drohen, setzen wir auf kurz laufende Rentenwerte. Dazu kaufen wir Wandelanleihe- und offene Immobilienfonds. So sind wir
auch langfristig auf der sicheren Seite“, glaubt Packenius fest.

www.impulse.de//vermoegensverwalter

Hier finden Sie alle Ergebnisse des
Fondsvermögensverwalter-Vergleichs.

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