Finanzen + Vorsorge Die neue Doppel-Strategie

Maßgeschneiderte Hybridanleihen passen sich den Bilanzierungsstandards an. Wie die zukunftsweisende Finanzierung funktioniert.

Dass es nicht nur bei Cocktails, sondern auch bei der Firmenfinanzierung auf die richtige Mischung ankommt, musste Thomas Löhr, Leiter Finanzen der Georgsmarienhütte, feststellen. Immer wieder fiel die neue Anleihe bei den Wirtschaftsprüfern durch. „Nicht IFRS-tauglich“, so ihr Urteil. Bis endlich die Anleihetüftler der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein die richtige Mischung aus Genussschein, Anleihe, Laufzeit gefunden hatten.

Die neue Konstruktion heißt Hybridanleihe und kommt bei Firmen gut an. Vor allem bei denen, die von der traditionellen HGB-Bilanzierung auf den neuen internationalen Bilanzierungsstandard IFRS umstellen wollen. Halb Eigen-, halb Fremdkapital, teils Genussschein, teils Anleihe, gelten sie in beiden Bilanzierungsstandards als Eigenkapital. „Solche maßgeschneiderten Finanzierungslösungen wird es künftig noch häufiger geben“, stellt Olaf Schlotmann, Direktor Corporate Finance bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, fest.

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Noch nutzen vorwiegend größere Firmen die Hybriden (vom lateinischen Wort „hybrid“ für „gemischt“): Südzucker emittierte 700 Millionen Euro, Otto 150 Millionen Euro, Edeka und Georgsmarienhütte je 50 Millionen Euro. „Das Mindestvolumen sinkt weiter“, glaubt Schlotmann. Derzeit bastelt er an einem 30-Millionen-Euro-Papier. Das wird dann eine ernsthafte Alternative zu Mezzanine-Kapital oder Private Equity werden.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2006, Seite 124, nachlesen.

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