Finanzen + Vorsorge Die neuen Leasing-Trends

Mittelständler profitieren von immer ausgeklügelteren Leasing-Konstruktionen. Was die Branche jetzt anbietet.

Heinz Raufer verdient sein Geld per Internet und Telefon – doch von den lebensnotwendigen Geräten gehört kein einziges seiner Firma. Der Vorstand der Nürnberger Hotel.de AG, der über eine Online-Plattform und ein großes Callcenter Zimmer vor allem an Geschäftsreisende vermittelt, hat die komplette Unternehmenstechnik geleast: Fast 300 Arbeitsplätze und die gesamte Servertechnik – IT im Wert von fast 750.000 Euro.

Dabei ist Unternehmer Raufer keineswegs auf Geldgeber angewiesen: Seine Bilanz ist kaum von Krediten belastet, die Bonität stimmt, die Hardware ließe sich auch aus den Erträgen des stark wachsenden Geschäfts kaufen. Doch der Hotelvermittler hat gar kein Interesse an Eigentum – denn das würde ihn beim Kerngeschäft nur behindern: „Wir tauschen alle zwei Jahre die Geräte aus“, erklärt Raufer. „So schnell kann ich gar nicht abschreiben.“ Sein Vorteil: „Leasing erspart mir eine ganze Abteilung, die sonst die Altgeräte verkaufen müsste.“

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Leasing für Fortgeschrittene

Leasing schont Kreditlinien und erleichtert Investitionen – das ist bekannt. Aber die Branche kann mehr: Leasing-Verträge halten die Technik auf dem neuesten Stand. Sie tragen dazu bei, versteckte Firmenwerte aufzudecken und zu nutzen. Sie sichern Investitionsrisiken ab. Und helfen so manches Mal beim Steuersparen. „Leasing-Firmen sind die kreativsten Finanziers überhaupt“, bestätigt Bernd Rischko, Chef der Unternehmensberatung Profi Finanzmanagement, der selbst lange eine Leasing-Gesellschaft geführt hat. „Auf Nachfrage tüfteln
wir für fast jedes Produkt eine passende Leasing-Lösung“, bekräftigt Hans-­Michael Heitmüller, Vorstand der Deutschen Leasing.

Hotelvermittler Heinz Raufer hat sich für einen so genannten Operating-Leasing-Vertrag entschieden: Anders als beim Finanzierungsleasing trägt hier der Leasing-Geber am Ende der Vertragslaufzeit das Verwertungsrisiko. Die Rechnung geht für beide Seiten auf: Raufer profitiert vom zuvor kalkulierten Verkaufserlös, der seine Raten drückt. Und die Leasing-Gesellschaft kann mit ihrem Know-how die Ware oft zu besseren Preisen verkaufen. „Wer regelmäßig neue Hardware braucht, spart mit Operating-Verträgen“, verspricht Bruno Jaschek, Deutschland-Chef der IT-Leasing-Gesellschaft ECS.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2006, Seite 104, nachlesen.

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