Finanzen + Vorsorge Fragen und Antworten zum neuen Fünf-Euro-Schein

Seit Mai im Umlauf: Der neue Fünf-Euro-Schein

Seit Mai im Umlauf: Der neue Fünf-Euro-Schein© Bundesbank

"Das ist doch Falschgeld, oder?". Seit Mai sind neue Fünf-Euro-Scheine im Umlauf. Doch viele Deutsche sind mit ihnen noch nicht in Berührung gekommen. Die Noten werden derzeit oftmals noch für Fälschungen gehalten. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den neuen Scheinen.

Anfang Juli in Berlin Friedrichshain: In einem kleinen Supermarkt an der Frankfurter Allee versucht ein Mann seine Getränke mit einer Fünf-Euro-Note zu zahlen. Die junge Verkäuferin hinter dem Tresen lacht und winkt ab: „Is doch Falschgeld, den nehm ich nicht!“. Dass es sich bei dem glänzenden Schein um echtes Geld handelt, will die Frau nicht glauben. Aussehen und Papier – alles anders als bei den bekannten Scheinen.

Seit Mai sind neue Fünf-Euro-Noten im Umlauf. Erst langsam gelangen sie in jeden Geldbeutel. Viele Kunden und Händler sind mit den Scheinen noch nicht in Berührung gekommen – und dementsprechend skeptisch. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

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1. Warum neue Fünf-Euro-Scheine?
Die Euroscheine wurden vor 15 Jahren entwickelt. Viel Zeit für Fälscher, um ihre Blüten zu perfektionieren. In die neuen Scheine sind neue Erkennungsmerkmale eingearbeitet, um sie von Falschgeld unterscheiden zu können. Außerdem sind die Geldmacher auf Kritik am alten Geld eingegangen: Viele fanden beispielsweise, dass die Zahlen auf den Scheinen zu klein und deswegen schwer zu lesen seien.

2. Was ist anders?
Ein Porträt der Sagengestalt Europa ist als Wasserzeichen zu sehen und auch im Hologramm, dem silbernen Streifen auf der Vorderseite abgebildet. Reinhold Gerstetter, der Grafiker der die Scheine gestaltet hat, musste lange für das Porträt kämpfen: Eigentlich zieren die Euroscheine bisher nur fiktive Bauwerke, damit sich kein Land benachteiligt fühlt. Die Fünf auf der Vorderseite schimmert je nach Neigungswinkel in verschiedenen Grün- und Blautönen.

3. Warum die Fünfer?
Fünf-Euro-Scheine nutzen am schnellsten ab: Die kleinen Banknoten liegen selten als Spargeld in Sparschweinen und Schubladen, sondern stecken meist im Geldbeutel und wechseln ständig den Besitzer. Die alten Scheine halten nur zwischen einem und fünf Jahren durch. Die neuen Scheine sind darum mit einer Schutzschicht überzogen, damit sie länger im Umlauf bleiben können. In den kommenden Jahren werden auch die anderen Scheine ausgetauscht: 2014 gibt es einen neuen 10-Euro-Schein und 2015 kommen neue Zwanziger. 2020 wird dann als letzte Banknote der 500-Euro-Schein erneuert.

4. Was passiert mit den alten Scheinen?
Die alten Scheine werden mit der Zeit von den Zentralbanken eingesammelt. Bis dahin sind sie zusammen mit den neuen gleichzeitig in Umlauf. Auch wenn in einigen Jahren die alten Geldnoten verschwunden sind, kann man sie zum Nominalwert bei den Zentralbanken umtauschen.

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