Finanzen + Vorsorge DIW-Studie: Wohnen in Großstädten wird teurer

Die Fassade eines modernen Mehrfamilienhauses

Die Fassade eines modernen Mehrfamilienhauses© Ralf-Gosch -Fotolia.com

Drei Zimmer, Küche, Bad: Für Wohnraum mussten Mieter und Käufer vor allem in Großstädten in den vergangenen Jahren immer mehr bezahlen. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen - zumindest einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge.

Die Mieten in den deutschen Großstädten werden nach einer Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch im nächsten Jahr kräftig steigen. Die Wissenschaftler rechnen mit einem Plus von durchschnittlich 3,5 Prozent, Kaufpreise legen demnach sogar um 6,5 Prozent zu.

„Nach mehreren Jahrzehnten stagnierender Immobilienpreise befindet sich der deutsche Immobilienmarkt seit 2010 in einer Boomphase“, teilte das Institut am Donnerstag mit. Ursache sei vor allem Wohnungsknappheit in den Städten, in die immer mehr Menschen zögen. Die von Union und SPD geplante Mietpreisbremse werde die Knappheit noch erhöhen, erwartet das DIW.

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Die höchsten Mietpreissteigerungen gab es laut DIW seit Anfang 2010 in Berlin, München, Freiburg, Ulm und Wolfsburg. Besonders stark legten die Mieten in Städten mit mehr als einer halben Million Einwohnern zu: In Berlin beispielsweise um durchschnittlich rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, in Hamburg und München um etwa vier beziehungsweise 4,5 Prozent. In 43 von 71 Städten sind die Mieten zudem schneller gestiegen als die Verbraucherpreise. Im Gegensatz dazu sind in Städte wie Gelsenkirchen, Duisburg und Bottrop die Mietpreise zurückgegangen.

Zur Auswertung von 71 Städten auf der DIW-Website

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