Finanzen + Vorsorge Donnerwetter!

Immer häufiger kommt es zu Wetterkatastrophen. Immer öfter zum Schaden von Betrieben.

„Im Juni hatten wir plötzlich 30 Zentimeter Wasser im Büro“, erinnert sich Michael Strehmel. „Unsere Kanzlei liegt an einem kleinen Hang, und wir sind trotzdem regelrecht untergegangen“, erläutert der Steuerberater aus Timmendorfer Strand.

Noch schlimmer erging es Kay Taudien. Sein Autohaus, in der Nähe von Lübeck gelegen, wurde durch denselben starken Regenguss überflutet. Nicht nur das Gebäude erlitt Schäden. Viel schlimmer: Die Neuwagen standen bis zum Lenkrad im Wasser und hatten nur noch Schrottwert. Ein Schaden von über 200.000 Euro.

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Wie an der Ostseeküste spielte das Wetter in diesem Jahr fast überall in Deutschland verrückt. „Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Unwetter werden von heute weltweit 250 Milliarden auf 2000 Milliarden Dollar im Jahr 2050 steigen“, schätzt Professor Wolfgang Seiler vom Karlsruher Institut für Meteorologie und Klimaforschung.

Besonders betroffen davon Europa, und damit auch Deutschland. „Hier wird zudem seit Langem die Gefahr durch Erdbeben unterschätzt“, weiß Jörg Steffensen von der Han­nover Rückversicherung. „Während weltweit operierende Unternehmen meist Policen gegen Schäden durch Unwetter und Beben haben, sind hierzulande vor allem kleine und mittlere Firmen chronisch unterversichert.“

Doch welche Police kommt für solche Schäden auf? Was ist beim Abschluss zu beachten, und was kosten solche Verträge?

In der Regel ist bei Naturkatastrophen nur ein Teil der Schäden gedeckt. Die üblichen gewerblichen und privaten Versicherungen wie Gebäude-, Inhalts- oder Hausratverträge bieten nur Schutz gegen Sturm und Hagel. Geht die Firma in Regenfluten unter oder wird sie von einem Erdrutsch zerstört, gibt es kein Geld.

Nachfrage steigt

„In unseren Beratungsgesprächen
weisen wir schon seit einigen Jahren
grundsätzlich auf solche Versicherungslücken
hin“, sagt Andreas Tiefenbacher,
Chef des Versicherungsmaklers
Gayen & Berns Homann
GmbH, die vor allem mittlere Unternehmen berät. Aber erst seit dem
Jahrhunderthochwasser der Elbe vor
vier Jahren zeigen sich Firmenchefs
gegenüber Unwetterpolicen aufgeschlossener.

Eine Erfahrung, die auch Christoph
Kresin von der Provinzial Nord
in Kiel, einem der führenden Gebäudeversicherer,
gemacht hat. „Vor fünf
Jahren haben mich die Kunden verwundert
angesehen, wenn ich sie auf
die Möglichkeit einer zusätzlichen
Elementardeckung hingewiesen habe.“ Heute fragen sie nach einem
Fernsehbericht über Wetterkatastrophen
nach entsprechenden Policen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 144, nachlesen.

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