Finanzen + Vorsorge Eigenkapital für alle

Risikokapital für junge Unternehmer und Mezzanine-Töpfe für etablierte Mittel­ständ­ler: Der Markt für Kreditalternativen boomt.

„Das erste Kapital zu bekommen ist am schwersten“, weiß Helga Trölenberg-Buchholz, die vor einem Jahr mit zwei Kollegen das Software-Unternehmen Alea gründete. „Keine einzige Bank gab uns Kredit.“ Bis sie im November ein Coach auf die richtige Fährte brachte: Beim High-Tech-Gründerfonds, den der Bund gerade ins Leben gerufen hatte, bekam das Jenaer Software-Unternehmen eine halbe Million Euro Eigenkapital. Damit gehen die nächsten Entwicklungsschritte für Aleas Produktidee endlich voran: eine Standardsoftware für Versandhändler, die im nächsten Jahr erscheinen soll.

Geld zur freien Verfügung
Auch der Kühlmaschinenbauer Bitzer setzt verstärkt auf Kreditalternativen. Zwar hat der traditionsreiche Mittelständler – mit 2000 Mitarbeitern in 22 Ländern eine weltweit anerkannte Branchengröße – keine grundsätzlichen Schwierigkeiten, sich Geld zu leihen. Aber eine zu hohe Schuldenquote belastet die Bilanz. Und so setzt Bitzer für die Expansion auf Mez­zanine-Kapital: „Die Mischform aus Fremd- und Eigenkapital hat uns überzeugt, weil wir es wie Eigen­mittel einsetzen können, ohne die
Ge­sellschaftsanteile zu verwässern“, schwärmt Christian Wahlers, Finanzchef von Bitzer: „Und wir entscheiden frei, was wir mit dem Geld tun.“

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So unterschiedlich die Voraussetzungen bei Alea und Bitzer sind – beide Unternehmen nutzen für die Finanzierung Eigenkapital anstelle von Kredit. Und beide profitieren von vielen neuen Angeboten am Kapitalmarkt. Seit zwei Jahren legen die Banken ein Mezzanine-Programm nach dem anderen auf. Außerdem ist bei den Eigenkapitalgebern eine wieder erwachte Lust festzustellen, auch in ganz junge Technologie-Unternehmen zu investieren. „Der Risikokapitalmarkt für frühe Phasen hat sich spürbar belebt“, bestätigt Berater Uwe Fleischhauer von der Unternehmensberatung Fleischhauer, Hoyer & Partner, die den Markt analysiert.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2006, Seite 116, nachlesen.

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