Finanzen + Vorsorge Eine Police fürs ganze Leben

Die neuen Angebote der Assekuranz haben einen großen Vorteil: Sie wappnen für alle Wechselfälle des Lebens.

Die Kapitallebenspolice, das liebste Steuersparmodell der Deutschen, hat mit dem Ende ihres Steuerprivilegs deutlich an Reiz verloren. Doch die Versicherungsgesellschaften haben für Deutschland neue Konzepte entwickelt, um die Kunden auch künftig zu halten. Zum Vorteil der Versicherten. Denn mit den neuen Verträgen können sie einfach und schnell auf Veränderungen in Firma und Familie eingehen.

Erste Unternehmen, wie beispielsweise Aachen-Münchener und As­pec­ta in Hamburg, bringen derzeit solche aus den USA bekannten Angebote auf den Markt: so genannte Universal-Life-Policen. Rembert Schmidt, gerichtlich zugelassener Versicherungsberater und damit neutraler Experte, sieht gute Chancen für die neuen Produkte: „Die Kunden brauchen nur einmal im Leben eine Police abzuschließen.“

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Missstände beseitigt

Macht das US-Beispiel auch hier zu Lande Schule, könnten sich die neuen Lebensversicherungen zum Verkaufsschlager entwickeln. Dort nämlich – so Professor Jörg Finsinger vom Lehrstuhl für Finanzdienstleistungen der Universität Wien – haben solche Produkte mittlerweile einen Marktanteil von rund 54 Prozent erobert.

Bei den neuen Policen dürfen die Kunden nicht nur immer wieder die Beitragszahlungen variieren. Während der Laufzeit des Vertrags können sie zudem jederzeit zusätzlich Geld einzahlen oder später entnehmen (siehe Beispiele).

Im Grundsatz beseitigen die Newcomer einen Missstand, der bisher vielen Kunden zu schaffen machte. Bei den alten Policen musste sich der Versicherte mit seiner Anlage auf eine festgelegte lange Laufzeit sowie monatliche Zahlungen in ebenfalls fixierter Höhe festlegen. „Die neuen Verträge wurden erst durch das Alterseinkünftegesetz möglich“, erklärt Marlies Tiedemann, Produktmanagerin bei der Aspecta. „Denn dadurch wurden seit Jahren geltende steuer­liche Auflagen gestrichen.“

So mussten die Policen bis zum Jahreswechsel mindestens zwölf Jahre lang laufen. Zudem waren fünf gleich hohe Beitragszahlungen zwingend vorgeschrieben. Erhöhten die Kunden während der Vertragsdauer beispielsweise die Beiträge, galt dies als neuer Vertrag. Mit der Folge, dass auch für den Aufstockungsanteil wieder die einschränkenden Vorschriften in Kraft traten. Zudem waren die Erträge aus einmaligen Einzahlungen steuerpflichtig.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 05/2005, Seite 126, nachlesen.

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