Finanzen + Vorsorge Es darf wieder geprotzt werden

Nach der Finanzkrise finden teure Produkte vor allem in Schwellenländern großen Absatz. In Asien wird das Umsatzwachstum besonders deutlich: China könnte seinen Erzrivalen Japan erstmals ausstechen.

Teure Uhren, Lederwaren, hochwertiger Schmuck – Luxusgüter werden dieses Jahr gefragt sein wie nie zuvor. Der weltweite Markt wird 2011 um acht Prozent auf 185 Mrd. Euro wachsen, wie aus einer veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Bain hervorgeht. Vor allem in Schwellenländern wie China, Russland oder Brasilien gönnen sich Menschen immer mehr Luxus. Damit stehen die Zeichen nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 wieder auf Wachstum. 2010 gab es bereits ein Plus von 14 Prozent. Der Markt erreichte einen Rekordwert von 172 Mrd. Euro.

In den USA, dem größten Einzelmarkt der Welt, dürfte es dieses Jahr einen Zuwachs bei den Erlösen von acht Prozent auf 52 Mrd. Euro geben. In Europa werden es laut Bain sieben Prozent sein, in China wird mit einem Wachstum von 25 Prozent gerechnet. „Erstmals könnten die Umsätze der Region Greater China, wozu Hongkong, Macao und Taiwan zählen, das Volumen Japans übertreffen.“ Japan leidet unter den Folgen des verheerenden Erdbebens und Tsunamis im März. Hier wird 2011 mit einem Rückgang um fünf Prozent auf 17 Mrd. Euro gerechnet. Ab dem dritten Quartal sollte sich die Lage aber stabilisieren.

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Die Schwellenländer werden den Luxusgüter-Konzernen auch in den nächsten Jahren in die Karten spielen. So rechnet Bain bis 2014 mit einem Marktvolumen von rund 220 Mrd. Euro. Für Russland wird beispielsweise pro Jahr mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent gerechnet, im Nahen Osten dürften es zehn bis zwölf Prozent, in Brasilien sogar zehn bis 15 Prozent sein.

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