Finanzen + Vorsorge FAQs: Mietrecht bei Gewerbeimmobilien

FAQs: Mietrecht bei Gewerbeimmobilien

Auf den folgenden fünf Seiten beantworten Ihnen diese Fragen:

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  • Welche Kündigungsfristen müssen eingehalten werden?
  • Was muss bei der Kündigung beachtet werden?
  • Welche Nebenkosten muss der Mieter zahlen?
  • Was ist bei der Kaution zu beachten?
  • Wann kann der Vermieter die Miete erhöhen?

Welche Kündigungsfristen müssen eingehalten werden?

Die Kündigungsfristen bei Gewerbe-Mietverträgen werden frei vereinbart. Wenn im Mietvertrag keine Regelung enthalten ist, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Das heißt: Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres für den Ablauf des nächsten Quartals vorliegen. Daraus ergibt sich eine Kündigungsfrist von fast sechs Monaten. Wurde der Mietvertrag befristet abgeschlossen, kann der Vermieter in dieser Zeit nicht kündigen.

Was muss bei der Kündigung beachtet werden?

Die Kündigung kann mündlich erfolgen. Bei Geschäftsräumen gibt es keinen gesetzlichen Kündigungsschutz. So kann der Mieter einer Kündigung zum Beispiel nicht widersprechen. Allerdings können vertraglich vereinbarte Kündigungsregeln gegen das Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-Gesetz) verstoßen.

Welche Nebenkosten muss der Mieter zahlen?

Welche Nebenkosten der Mieter bezahlen muss, kann im Gewerberaum-Mietvertrag frei verhandelt werden. Die Nebenkosten können nach Verbrauch aber auch nach Miteigentumsanteilen abgerechnet werden.

Was ist bei der Kaution zu beachten?

Die Kaution wird bei der Übergabe des Objektes fällig. Sie wird in der Regel nicht in Raten gezahlt. Eine zinsbringende Anlage kann vertraglich ausgeschlossen werden. Der Mieter sollte aber darauf bestehen, dass sie getrennt vom Vermögen des Vermieters aufbewahrt wird. Im Falle einer Insolvenz des Vermieters geht sonst die Kaution für den Mieter verloren.

Wann kann der Vermieter die Miete erhöhen?

Viele Mietverträge haben

  • eines Staffelmietvereinbarung,
  • eine Mietanpassungsklausel oder
  • die Vereinbarung einer Umsatzmiete.

Dadurch erhöht sich die Miete automatisch in regelmäßigen Abständen. Der Vermieter kann die Miete auch durch eine Änderungskündigung oder eine Leistungsanpassungsklausel erhöhen.

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