Finanzen + Vorsorge Fein raus

Fein raus

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Hohe Rentenverpflichtungen in der Bilanz verhindern den Verkauf oder die Liquidation vieler GmbHs. Was Firmenchefs dagegen tun können.

Thomas Köhler glaubte bei der
Altersvorsorge alles richtig gemacht
zu haben. Als Geschäftsführender
Gesellschafter einer Familien-
GmbH ließ er sich 1974 eine Pensionszusage
von der Firma geben.
Doch jetzt wird die zugesagte Betriebsrente
zum Problem. Da ein
Nachfolger in der Firmenführung
fehlt, will die Familie das Unternehmen
auflösen.

So wie Köhler haben in
Deutschland etwa 220.000 GmbHs Pensionszusagen für sich, ihre mitarbeitenden
Angehörigen oder leitenden
Angestellten in der Bilanz stehen.
Doch die meisten Firmenchefs sind
sich der Nachteile, die damit verbunden
sind, nicht bewusst. Sie bekommen wegen der hohen
Rentenlasten in den Bilanzen von Rating-
Agenturen schlechte Noten und
müssen daher höhere Kreditkosten
kalkulieren als vergleichbare Firmen.

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Ein Problem, mit dem sich auch
Großunternehmen, wie beispielsweise
Thyssen-Krupp, derzeit beschäftigen
müssen. Doch damit nicht genug.
Schwierigkeiten gibt es auch, wenn die
Firma liquidiert werden soll oder ein
Nachfolger gesucht wird.
»Denn solange aktive oder ehemalige
Mitarbeiter Rentenansprüche an
die Firma haben«, weiß Hans-Dieter
Stubben vom Bundes-Versorgungs-
Werk der Wirtschaft und der Selbständigen
in Hamburg, »kann die Bilanz
nicht geschlossen werden.«

»Als Gesellschafter-Geschäftsführer
hat Köhler drei Möglichkeiten, das
Problem mit seiner Pensionszusage
anzugehen«, sagt Matthias Edelmann
vom Versorgungsexperten Böhm
Consultants in Dreieich. »Pensionsfonds,
Unterstützungskasse und Liquidationsversicherung

Wird die Firma weitergeführt, so
kann der neue Chef zwischen Pensionsfonds
oder Unterstützungskasse
wählen. »Sollen später hohe Renten,
beispielsweise für den im Unternehmen
tätigen Ehegatten oder leitende
Mitarbeiter erreicht werden, ist Letztere
die beste Lösung«, sagt Experte
Edelmann. Bei der Unterstützungskasse
gibt es keine Beschränkungen
der Beiträge und die Einzahlungen
sind steuerfrei.

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