Finanzen + Vorsorge Finanzkommunikation im Mittelstand

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Ausgangslage: Viele offene Fragen

Finanzkommunikation ist drängendes Thema

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Warum ist die Finanzkommunikation zwischen mittelständischen
Unternehmen und ihren Kapitalgebern
wichtig?

In der Fachpresse und vereinzelten Studien lassen
sich verschiedene Argumente für eine zunehmende
Bedeutung finden:

  • Basel II erhöht den Druck auf den Mittelstand, Kapitalgeber
  • gut zu informieren. Dies zeigt auch der
  • Lagebericht Mittelstand Winter 2004/2005 der
  • WGZ-Bank, in dem annähernd die Hälfte der befragten
  • Unternehmer angibt, die eigene Finanzkommunikation
  • habe Konsequenzen für die Kreditverhandlungen.
  • Durch Basel II steigen die Anforderungen der Kapitalgeber.
  • Gleichzeitig mangelt es im Mittelstand an
  • Verständnis dafür. Dadurch wird die Zusammenarbeit
  • negativ beeinflusst, so Michael Medel im März
  • 2005 in einem Beitrag für die „Zeitschrift für betriebliche
  • Forschung“.
  • Immer wieder werfen sich Mittelstand und Kapitalgeber
  • gegenseitig vor, sich nicht zu verstehen. Das
  • Verständnis kann verbessert werden, wenn man
  • richtig miteinander kommuniziert. Dann lernen die
  • Unternehmen, wie die Kapitalgeber informiert
  • werden wollen und die wiederum wissen nicht nur
  • besser, wie sie den Unternehmen helfen können,
  • sondern erhöhen auch ihre Bereitschaft dazu.
  • Bei Großunternehmen ist die Finanzkommunikation
  • gang und gäbe – und führt auch zu nachweislichen Erfolgen.
  • Eine Studie von Deloitte & Touche aus dem Jahre
  • 2004 kommt zu dem Ergebnis, dass der Zugang zu
  • Finanzierungsquellen auch für den Mittelstand zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Unternehmen, die diese Kompetenz gezielt aufbauen, erzielen gerade in der heutigen Lage nachhaltige Wettbewerbsvorteile.

Insgesamt spricht also vieles dafür, dass die Kommunikation
mit Kapitalgebern eine wichtige Aufgabe für
den Mittelstand ist.

Weiter: Die Ergebnisse im Überblick >>

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf den Seiten von fikomm.de >>

 

Ergebnisse im Überblick

Die Studie: Kurz gefasst

Repräsentative Daten für den Mittelstand

Wenn Unternehmen Kapital aufnehmen, also einen
Kapitalgeber haben, dann stellen sie dem auch Informationen
zur Verfügung. Und in erster Linie kümmern
sich sogar Eigentümer oder Geschäftsführung darum.

Doch mehr als Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
geben sie häufig nicht weiter, und nicht selten
fehlt sogar jeder persönliche Kontakt. Entsprechend
schwierig und missverständlich ist der Umgang miteinander.
Immer wieder werfen sich Mittelstand und
Kapitalgeber vor, sich nicht zu verstehen. Und Basel
II erhöht noch den Druck auf die Unternehmen, denn
das neue Regelwerk für die Kreditvergabe der Banken
verschärft die Bedingungen.

Was aber wollen die Kapitalgeber von den Firmen?
Welche Informationen brauchen sie über die Standard-
Zahlenwerke hinaus, um ein Unternehmen umfassend
beurteilen und ihm nachhaltig helfen zu können?
Welche Fehler machen andererseits die Unternehmen?
Wie könnten sie ihre Finanzkommunikation verbesssern,
und welche Vorteile würden sie dadurch gewinnen?

Die Studie „Finanzkommunikation im Mittelstand“
analysiert die Situation der gut drei Millionen mittelständischen
Unternehmen in Deutschland. Die wichtigsten
Ergebnisse sind:

Das Umfeld der Finanzkommunikation

Jedes zweite mittelständische Unternehmen hat nur einen Kapitalgeber*, gut ein Drittel nimmt zwei Kapitalgeber in Anspruch.

Bei 68% der Unternehmen besteht die Geschäftsbeziehung mit dem Hauptkapitalgeber länger als zehn Jahre.

Trotzdem meint nur jedes zweite Unternehmen, der Ansprechpartner beim Hauptkapitalgeber bemühe sich um die beste Hilfe.

Etwa die Hälfte der mittelständischen Unternehmen gibt an, dass sie vergleichsweise günstige Konditionen und vergleichsweise viel Kapital erhalten.

Wie betreibt der Mittelstand
Finanzkommunikation?

82% der Unternehmen stellen ihren Hauptkapitalgebern
Informationen zur Verfügung; weitere 4% planen
dies für die nächsten drei Jahre.

Die mittelständischen Unternehmen geben ihrem
Hauptkapitalgeber vorwiegend Standardinformationen
wie z.B. die Bilanz und den Gewinn und Verlust
im jährlichen Rhythmus.

63% der Unternehmen kombinieren persönliche
Treffen und Telefongespräche, um den Hauptkapitalgeber
zu informieren, 15% reichen nur schriftliche
Unterlagen ein.

Nur jedes zweite Unternehmen informiert seine Kapitalgeber
gern, zwei von fünf empfinden es sogar als
lästig.

Nur 43% der Unternehmen wissen, wie die Kapitalgeber
ihre Informationen nutzen.

* Kapitalgeber sind im Rahmen dieser Studie Banken
und Beteiligungsgesellschaften

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Die Ergebnisse im Detail

Teil 1/3

(Die Bilder zeigen nur Teilausschnitte. Eine Großansicht erscheint durch den Klick auf die Grafik)

Finanzkommunikation ist Chefsache. In der Regel geben Eigentümer oder Geschäftsführer die Daten weiter. Die meisten Kreditgeber erwarten das auch so.

Die meisten Firmenchefs informieren die Finanziers einmal im Jahr mit Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz. Mit weiteren Informationen sind viele Unternehmen zurückhaltend – nicht immer zu ihrem Vorteil.

Die meisten Unternehmer betrachten Finanzkommunikation als notwendig, Vorteile daraus sehen aber nur 60 Prozent. Und nur gut die Hälfte glaubt, dass Finanzkommunikation künftig bedeutsamer wird – das Gegenteil wird wohl der Fall sein.

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Die Ergebnisse im Detail

Teil 2/3

(Die Bilder zeigen nur Teilausschnitte. Eine Großansicht erscheint durch den Klick auf die Grafik)

Überwiegend informieren sich Firmenchefs mithilfe von Zeitschriften und über ihren Steuerberater über Finanzkommunikation. Besser wäre, die Banken wären erster Ansprechpartner.

Neben dem Hauptkapitalgeber ist der Steuerberater eine weitere Adresse für Finanzinformationen. In Zukunft wird sich der Adressenkreis weiter ausweiten und die Informationen müssen differenzierter ausfallen.

Lohn einer guten Finanzkommunikation sind schneller mehr Kapital zu günstigeren Konditionen bei einer besseren Zusammenarbeit mit der Bank.

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Die Ergebnisse im Detail

Teil 3/3

(Die Bilder zeigen nur Teilausschnitte. Eine Großansicht erscheint durch den Klick auf die Grafik)

Der Informationswunsch der Kapitalgeber ist größer, als das, was die Firmen liefern. Vor allem wüssten sie gerne mehr über offenen Posten; Lagerbestände und andere qualitative Informationen.

Finanzkommunikation läuft auf verschiedenen Ebenen: harte und ehrliche Fakten sowie persönliche Kontakte. Erst dann vertraut der Kapitalgeber und bietet günstige Finanzierungskonditionen.

Lockmittel der Kapitalgeber: Je schneller, je umfassender, je ehrlicher die Finanzinformationen proaktiv vom Unternehmer zur Verfügung gestellt werden, umso besser fällt die Zusammenarbeit aus.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf den Seiten von fikomm.de >>

 

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