Finanzen + Vorsorge Fiskus profitiert kräftig von Unternehmensgewinnen

Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer kletterten 2013 um 15,2 Prozent.

Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer kletterten 2013 um 15,2 Prozent.© rangizzz - Fotolia.com

Die Konjunktur war im vergangenen Jahr zwar moderat, Unternehmen haben insgesamt aber gut verdient. Das schlägt sich in den öffentlichen Kassen deutlich nieder. Auch die gute Beschäftigungslage machte 2013 zu einem Rekordsteuerjahr.

Die Staatskassen haben im vergangenen Jahr deutlich von gestiegenen Unternehmensgewinnen profitiert. Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer kletterten 2013 gegenüber dem Vorjahr um 15,2 Prozent auf rund 19,51 Milliarden Euro, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Auch aus den beiden größten Einzelsteuern verbuchten Bund und Länder ein Plus: Das Lohnsteueraufkommen stieg um gut sechs Prozent auf fast 158,2 Milliarden Euro, das Umsatzsteueraufkommen um 1,1 Prozent auf nahezu 197 Milliarden Euro. Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 42,28 Milliarden – 13,5 Prozent mehr als 2012. Das allein den Ländern zustehende Aufkommen aus der Erbschaftsteuer legte 2013 um 7,6 Prozent auf gut 4,63 Milliarden zu – etwas mehr als erwartet.

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Rekordjahr bei Steuereinnahmen

Wie bereits bekannt, hat der Staat im vergangenen Jahr soviel Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten 2013 ein Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) von gut 570,21 Milliarden Euro – 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie im Dezember üblich lagen die Einnahmen zum Jahresende auf Rekordniveau – diesmal bei fast 75,25 Milliarden Euro nach einem Zuwachs um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Dezember ist traditionell einnahmestärkster Monat, weshalb alljährliche Rekorde nicht überraschend sind.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet nach dem moderaten Konjunkturplus im vergangenen Jahr für 2014 mit einer anziehenden Wirtschaft. Die Frühindikatoren zeigten ein positives Bild – etwa die Nachfrage nach Industrieprodukten oder die Stimmung in Unternehmen und der Verbraucher: „Zusammen genommen signalisiert dies einen günstigen Einstieg der deutschen Wirtschaft in das neue Jahr“, heißt es im Monatsbericht. „Dabei sind auch weiterhin positive Impulse vom privaten Konsum zu erwarten.“

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