Finanzen + Vorsorge Förderfahrplan

Sechzehn Bundesländer, sechzehn verschiedene Förderbanken. Zahlreiche Programme, unterschiedliche Antragswege, Paragraphen und Bestimmungen, kurz: föderales Chaos. Mit fünf Tipps behalten Unternehmen trotzdem den Überblick.

Informieren

Was bieten Förderbank und Wirtschaftsministerium in meinem Bundesland? Welche Programme kommen für mich überhaupt in Frage? Wie viel Geld kann ich bekommen?
Hier hilft ein Blick auf den Internetauftritt der entsprechenden Förderbank. Broschüren, Fördermittelrechner, und Beispielfälle verschaffen Klarheit.

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Sichern

Die Hausbank haftet für öffentliche Kredite und verlangt vom Unternehmer dafür Sicherheiten. Insbesondere Gründer haben diese aber oft nicht. Hauseigentum oder Lebensversicherung mit hohem Rückkaufwert gelten als gute Sicherheiten. Fehlende Sicherheiten können durch Bürgschaften der Bundesländer wettgemacht werden. Hierfür sollten sich Unternehmer an die jeweilige Bürgschaftsbank ihres Bundeslandes wenden.

Vorbereiten

Um nach die passenden Förderprogramme zu bestimmen, helfen persönliche Beratungsgespräche bei der Förderbank. Im Anschluss muss ein Finanzplan erstellt werden. Viele Förderprogramme sind an Bedingungen geknüpft, zum Beispiel das Schaffen von Arbeitsplätzen. Der Finanzplan muss also belegen, dass geplantes Vorhaben und Förderprogramm genau zueinander passen. Dieser Schritt nimmt erfahrungsgemäß viel Zeit in Anspruch.

Präsentieren

Nun erfolgt der eigentliche Antrag. Im Vorfeld sollten Unternehmer besonders auf Vollständigkeit der Unterlagen achten. Häufig werden Anträge nicht bearbeitet oder abgelehnt, weil Dokumente und Angaben fehlen – mit ein wenig mehr Aufwand lässt sich das vermeiden. Erst wenn die Unterlagen komplett sind, den Antrag einreichen.

Durchziehen

Am Ball bleiben lautet die Devise! Es ist sinnvoll, sich ständig über den Verlauf des Antrags zu informieren. Der Unternehmer sollte im Idealfall einen Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betrauen. Er klärt, wer den Antrag gerade bearbeitet, wie viel Zeit das beansprucht und ob noch Angaben fehlen. Diese können so zeitnah nachgereicht werden. Das verhindert unnötig lange Wartezeit und bürokratischen Aufwand. In jedem Fall erst nach endgültiger Zusage der Fördergelder mit dem Vorhaben starten.

Gewusst, wo:

In der Ausarbeitung zum Thema Wirtschaftsförderung (PDF-Datei) finden Sie ab Seite 19 weitere Informationen über die Förderprogramme der Bundesländer.

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