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Cebit-Thema Profitabilität

Cebit-Thema Profitabilität

Neue, halb private, halb städtische Initiativen bieten Firmengründern Startgelder, schnell, unbürokratisch und großzügig.

Hauptsache Kohle, dachten
sich Christoph Thye und
Alexander Schüle, Gründer von Arcado,
als sie im vergangenen Jahr von
Saarbrücken nach Dortmund umzogen.
Dabei ging es ihnen weniger um
den fossilen Brennstoff aus den ehemaligen
Kohlerevieren als um rund
zwei Millionen Euro Förderung für
ihre junge Firma. Und die bot ihnen –
zusammen mit anderen attraktiven
Hilfen – die Stadt an der Ruhr.

In Dortmund wuchs die Zahl der
Arbeitslosen in dem Maß, in dem Zechen
und Stahlkocher ihre Werkstore
schlossen. Die städtische Wirtschaftsförderung
war machtlos. Daraufhin
hat der ehemalige Kohlestandort wie
auch Hannover und Wolfsburg seine
Wirtschaftsförderung relauncht.

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Statt Gründerhilfen
langsam durch Behörden zu
schleusen, übernehmen private Unternehmen
die Förderung. »Scheint
eine Geschäftsidee aussichtsreich, helfen
die schnell und unbürokratisch«,
lobt Gründerberater Winfried Stahl
aus Zwickau. Die Initiativen sind eng
verzahnt mit der Stadt, Unternehmen,
Beratern wie McKinsey und der Wissenschaft.
Sie bieten kompetente
Netzwerke, professionelle Berater und
Millionen Euro Kapital.

»Das war unsere letzte Chance«,
sagt Klaus Dierkes, Vorstandssprecher
der teils öffentlichen, teils privaten
Wirtschaftsinitiative Wolfsburg AG.
»Nach der Automobilkrise Mitte der
90er Jahre hatte die Stadt eine Arbeitslosenquote
von 20 Prozent.« Außer
VW gab es hier kaum Arbeitgeber.
»Wir mussten zügig die Arbeitslosigkeit
halbieren, die automobile Monokultur
aufbrechen und enorm viel Kapital
bereitstellen«, so Dierkes. Von
der Stadt allein war das kaum zu schaffen.

Zusammen mit der Volkswagen
AG gründeten sie die Wolfsburg AG.
Der Autobauer steckte über fünf Millionen
Euro in das Projekt. Der Erfolg:
15.000 neue Arbeitsplätze in nur fünf
Jahren. Bei Gründern kommt vor allem
der so genannte Innovations-
Campus gut an. Hier können High-
Tech-Start-ups mit den Entwicklungsbüros
weltweit führender IT-Konzerne
wie IBM, Cisco oder Siemens zusammenarbeiten.

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