Finanzen + Vorsorge Forschungsausgaben von Unternehmen auf Rekordhoch

Deutsche Unternehmen haben 2012 so viel Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt wie nie zuvor. Den Großteil der Investitionen stemmt die Industrie.

Die Forschungsinvestitionen deutscher Unternehmen haben 2012 ein neues Rekordhoch erreicht. Nach Angaben des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft vom Dienstag lagen die Ausgaben im vergangenen Jahr bei 53,8 Milliarden Euro – das waren 5,3 Prozent mehr als 2011. Auch personell stockten die Firmen auf: Die Zahl der Vollzeitjobs für Forschung und Entwicklung (FuE) stieg um 2,9 Prozent auf insgesamt über 367.000 Stellen.

Zusätzlich zu den eigenen Aktivitäten vergaben die Firmen externe Forschungsaufträge im Wert von 12,8 Milliarden Euro, etwa an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen – ein Plus von 3,8 Prozent.

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Der Großteil der Investitionen stammt aus der Industrie: 86 Prozent der Ausgaben kamen 2012 aus dem Fahrzeugbau, der Elektrobranche, dem Maschinenbau sowie der Chemie- und Pharmaindustrie. Allein die Auto- und Lastwagenbauer erhöhten ihre internen Forschungsaufwendungen den Angaben zufolge um 6,4 Prozent. Innovationstreiber sind vor allem Energieeffizienz und -management, Klimaschutz sowie neue Steuerungs- und Antriebstechnologien in der Automobilbranche.

Große Firmen investieren am häufigsten

Gut drei Viertel der Investitionen wurden von Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern getätigt. Neben der Wirtschaft steckten auch Hochschulen (plus 6,0 Prozent) und staatliche Forschungsinstitute (plus 4,8 Prozent) im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld in Forschung und Entwicklung. Nach Angaben des Bildungsministeriums lagen die FuE-Ausgaben hier insgesamt bei knapp 80 Milliarden Euro.

Die Quote der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft als Anteil am Bruttoinlandsprodukt stieg im Vorjahresvergleich leicht von 1,97 auf 2,02 Prozent. Zusammen mit den von 0,94 auf 0,96 Prozent ebenfalls erhöhten staatlichen Aufwendungen beträgt die FuE-Quote nun insgesamt 2,98 Prozent.

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