Finanzen + Vorsorge Früher Einstieg lohnt

Beteiligungen an Seniorenheimen versprechen eine lukrative Rendite. Doch Anleger müssen sich beeilen.

Geschlossene Fonds zur Finanzierung von Pflegeheimen sind
gefragt wie nie zuvor. „Wir als Anbieter kommen mit dem
Angebot einfach nicht nach“, stellt Jan Lucht, Vorstand das
Initiators Immac, fest. Sein Haus legte im November und
Dezember des vergangenen Jahres zwei Fonds mit
Seniorenimmobilien und insgesamt fast zehn Millionen Euro
Eigenkapital auf. Beide waren zum Jahresende platziert.

Ähnlich bei der Münchner DCM. Ihr im vergangenen September
auf­gelegter Fonds mit Wohnanlagen für Ältere musste schon
vor Weihnachten wieder geschlossen werden, weil Anleger mit
175 Millionen Euro weit mehr als das erforderliche Eigenkapital
eingezahlt hatten. Andere Immobilienfonds dieser
Größenordnung brauchen leicht die doppelte Zeit oder noch
länger, bis sie das erforderliche Kapital eingesammelt haben.
Doch ob ein Immobilienfonds letztendlich Erfolg hat, hängt in
erster Linie vom Anbieter ab. impulse nennt deshalb die
aktuellen Angebote erfahrener, erfolgreicher Emissionshäuser .

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Für Michael Mademann von der Vermögensbetreuung
Packenius, Mademann und Partner, die seit Langem bei den
alljährlichen impulse-Tests der Fondsverwalter gut abschneidet,
sind Beteiligungen an Pflegeheimanteilen ein lohnendes
Investment: „Erstens erzielen sie mit fünf und mehr Prozent
nach Steuern vernünftige Renditen, und zweitens gilt diese Art
der Geldanlage als zukunftssicher“. So zählte die
Bundesrepublik Ende 2003 rund 2,1 Millionen pflegebedürftige
Menschen. 640.000 davon wurden in Heimen versorgt. Bis zum
Jahr 2050, so prognostizieren die staatlichen Statistiker, wird
der Bevölkerungsanteil der über 80-Jährigen von heute gut drei
Millionen auf über neun Millionen anwachsen. Trotz allen
medizinischen Fortschritts wird dadurch die Zahl der Pflegefälle
zunehmen und die Nachfrage nach Pflegeplätzen drastisch
ansteigen.

Auf den Betreiber achten

Doch bei Weitem nicht alle angebotenen Beteiligungen an
Pflegeheimimmobilien bringen die erwartete Rendite. „Neben
dem richtigen Standort kommt es ebenso auf den Betreiber
an“, so Anlagespezialist Mademann. „Nur wenn der die
erforderliche fachliche Qualifikation hat, kann sich der Fonds
rechnen.“

Auch wenn die Voraussetzungen stimmen, sollten Anleger nur
einen Teil ihres Vermögens in Seniorenheime investieren.
„Maximal ein Fünftel ihres Portefeuilles dürfen
Privatanleger in geschlossene Immobilienfonds stecken, rät
Analystin Beatrix Boutonnet vom Branchendienst
Fondstelegramm, „und davon wiederum nur einen kleineren
Teil in Pflegeimmobilien.“

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