Finanzen + Vorsorge Geld ist Frauensache

Wer sein Geld renditestark und sicher anlegen will, überlässt die Strategie besser den Frauen. Denn die sind die erfolgreicheren Geldanleger.

Zuletzt hat sie eine Immobilie gekauft. Gegen den Rat der Bankberater, die gerade Aktien favorisieren. Schließlich gehen Dax und Dow Jones zurzeit durch die Decke. Nina Öger ist das ziemlich egal.

„Eine Geldanlage muss praktisch sein. Ich will mich nicht ständig darum kümmern müssen. Nicht wie bei Aktien“, erklärt die Geschäftsführerin des europaweit als Türkeispezialist geltenden Reiseunternehmens Öger Tours in Hamburg. „Außerdem sind Immobilien eine sichere Anlage. Und bei Geld bin ich eher konservativ, denn als Mutter und Unternehmerin trage ich doppelt Verantwortung.“

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Nina Öger ist zwar mit einem Banker liiert, aber um die Anlage ihres Geldes kümmert sie sich trotzdem selbst. Eine gute Entscheidung, denn Frauen tun dies oft deutlich erfolgreicher als Männer. Dies belegen zahlreiche Studien. Alexandra Niessen vom Centre for Financial Research der Universität Köln stellt fest: „Weibliche Anleger investieren konstanter, sicherheitsorientierter und risikobewusster.“ Ergebnis: eine im Schnitt fast zehn Prozent höhere Wertentwicklung. Männer tun also gut daran, in Gelddingen auf den Rat von Frauen zu hören. Welche Tipps renommierte Finanzexpertinnen für das Anlagejahr 2007 geben, hat impulse exklusiv zusammengestellt.

Dass Frauen eigene Strategien für ihre Geldanlage entwickeln, stellen die Banken schon seit einiger Zeit fest. So stieg etwa bei der Comdirect Bank der Anteil weiblicher Neukunden von 16 Prozent im Jahr 1995 auf fast 35 Prozent im Jahr 2005. Dass sie ihre Geldgeschäfte dabei äußerst erfolgreich abwickeln, ist auch bei den Männern angekommen. Und nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag des Finanzdienstleisters BHW halten 44 Prozent der Deutschen Frauen inzwischen für die besseren Finanzberater.

„Frauen gehen bei der Geldanlage anders vor. Das kommt den Ergebnissen zugute“, weiß Heide Härtel-Herrmann, die seit 20 Jahren Frauen in Finanzfragen berät. Sie informierten sich umfassender, fragten hartnäckiger nach und überlegten Entscheidungen gründlicher. Folge: Frauen behalten ihre Wertpapiere viel länger im Depot als männliche Anleger. Niessen kennt das Phänomen von Fondsmanagern.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2007, Seite 110, nachlesen.

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