Finanzen + Vorsorge Gesunde Rechnung

Gesunde Rechnung

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Wer jetzt seine Firma fit macht für Basel II macht, verbessert nicht nur seine Position gegenüber den Banken, sondern spart sofort bares Geld.

Claus Kapferer hatte eine Idee. Freiwillig zog der geschäftsführende
Gesellschafter für sein Unternehmen
das Basel-II-Programm
durch. Die Folge: Der Pharmagroßhandel
verschlankte sein Finanzmanagement
und spart Jahr für Jahr
600000 Euro. »Wie Kapferer könnten viele mittelständische
Firmenchefs ihr Finanzmanagement
verbessern«, sagt
Heinrich Bockholt, Wirtschaftsprofessor
aus Koblenz. »Vorausgesetzt,
sie setzen schon heute die eine oder
andere von Basel II geforderte Maßnahme
um.« Die in Basel verhandelten
und voraussichtlich im Jahr 2007
in Kraft tretenden neuen Kreditvorschriften
für Banken sehen vor, dass
Darlehen nicht mehr allein nach
Laufzeit, Darlehenshöhe und Sicherheit,
sondern vor allem nach der
Bonität des Schuldners vergeben werden.
Um die zu ermitteln, verlangen
die Kreditinstitute heute mehr Transparenz
als je zuvor. Sie wollen verfolgen
können, wenn beispielsweise
Zahlungsströme neu geordnet, Sicherungsinstrumente
eingesetzt oder
Termingelder genutzt werden.

»Das Optimieren der Finanzabläufe
lohnt sich«, weiß Frank Vollendorf,
geschäftsführender Gesellschafter der
VPC Gesellschaft für Organisationsberatung.
»50000 Euro Ersparnis sind
bei Unternehmen mit einstelligen
Millionenumsätzen häufig drin. Bei
Unternehmen ab 50 Millionen Euro
Jahresumsatz lassen sich sogar Beträge
von mehreren hunderttausend
Euro herausholen.«

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Beispiel Kapferer: Der Arzneimittelhändler
aus Baden-Württemberg
beliefert rund 2500 Apotheken – und
das mehrmals täglich. Deren Umsatz
liegt bei einer halben Milliarde Euro
pro Jahr. Die Kunden erhalten einmal pro Monat eine Sammelrechnung.
Der Händler finanziert die Ware also
vier Wochen vor. »Bei neuen Apotheken
lassen wir uns mit der Rechnung
sogar sechs Wochen Zeit«, erläutert
Claus Kapferer die Abrechnungsmodalitäten. Zudem hält die Firma ein
Warenlager mit 100000 Artikeln vor,
dessen Wert im zweistelligen Millionenbereich
liegt. Der große Finanzierungsbedarf
fordert die Berater. Ihre
Vorgehensweise: Zunächst machen sie eine Bestandsaufnahme. Dazu
gehört die Offenlegung der finanziellen
Verpflichtungen der Gesellschafter
gegenüber der Firma genauso wie eine
Bilanzanalyse und die Prüfung der
Abläufe in Rechnungswesen, Controlling
und Finanzwesen. »Wir kümmern
uns dabei nicht um die operativen
Bereiche der Firmen«, erläutert
Experte Vollendorf. »Da wissen die
Unternehmer besser Bescheid als wir.«

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