Finanzen + Vorsorge Günstiges Geld für die Firma

Chefs, die ihre Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen, profitieren doppelt: Der Betrieb verbessert Liquidität und Eigenkapital. Und motiviert die Beschäftigten. Wie die Modelle funktionieren.

Wer mehr Geld will, der muss auch mehr Verantwortung übernehmen. So die Devise, als die Eisenwerke Würth in Bad Friedrichshall einen Teil des Jahresüberschusses an die Mitarbeiter weitergeben wollten. „Wir entschieden uns deshalb für eine stille Beteiligung“, erläutert Geschäftsführer Ulrich Keitel, „bei der die Beschäftigten sowohl an Gewinnen als auch an Verlusten teilhaben.“ Vorteil für die Firma: Das von den Beschäftigten eingezahlte Geld erhöht das Eigenkapital der Firma.

Das war auch ein Grund für Christopher Friedrich, Finanzvorstand der Wampfler AG in Weil am Rhein, die 500 Mitarbeiter am Kapital des Unternehmens zu beteiligen. Denn nach einem Management-Buy-out zum Jahreswechsel 2003/2004 war zusätzliches Geld willkommen.

Anzeige

Innerhalb von zwei Jahren konnte der Entwickler und Hersteller von Energie- und Datenübertragungssystemen für bewegliche Objekte wie Lagersysteme oder Kräne so aus den eigenen Reihen eine sechsstellige Summe an zusätzlichem Eigenkapital verbuchen. Und das Beste daran: Beide Firmen kommen an frisches Geld, ohne dass die Angestellten die Geschäftspolitik mitbestimmen können.

Geld vom Mitarbeiter

Wie die Eisenwerke Würth und die Wampfler AG entdecken immer mehr Unternehmen die Vorteile von Mitarbeiterbeteiligungen. Waren es 1986 erst 1500 Firmen, die ihre Beschäftigten in die Finanzierung der Firma einbanden, sind es heute über 3600. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bietet sich die Finanzierung mit Hilfe der Arbeitnehmer an.

„Das gilt vor allem“, sagt Matthias Gründel von der auf Mittelstandsfinanzierung spezialisierten Kanzlei Dr. Werner & Collegen, „weil für 95 Prozent der deutschen Unternehmen wegen ihrer Größe oder Rechtsform die Börse als Kapitalquelle ausscheidet.“ Mitarbeiterbeteiligungen lassen sich dagegen unabhängig von der Gesellschaftsform der Firma und der Höhe der benötigten Investitionsmittel nutzen.

„In der Vergangenheit führten Firmenchefs Gewinn- oder andere Beteiligungsmodelle für die Mitarbeiter in erster Linie ein, um ihre Beschäftigten zu motivieren und auf die Unternehmensziele einzuschwören“, weiß Hans J. Schneider, geschäftsführender Gesellschafter der auf Mitarbeiterbeteiligungen spezialisierten Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit GmbH (GIZ).

Computeraktion zum Sonderpreis

Für Einsteiger in Sachen Mitarbeiterbeteiligung bietet impulse zusammen mit der Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit GmbH (GIZ), die bereits Beteiligungsmodelle von mehr als 600 Unternehmen unter die Lupe genommen hat, eine Computeranalyse zur Mitarbeiterbeteiligung an.

Zu den Details >>

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 05/2006, Seite 118, nachlesen.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...