Finanzen + Vorsorge Im Tarifdschungel der Krankenversicherungen

Weil die Beiträge rasant steigen, wollen viele Privatversicherte ihren Tarif wechseln. Doch das ist gar nicht so einfach. Die Anbieter mauern, tricksen und verunsichern.

Das Schreiben war nur wenige Zeilen lang, die Sprache nüchtern: „Wir möchten Sie heute über die Veränderungen in Ihrem Vertrag zum 1. Januar 2012 informieren“, schrieb die Central Krankenversicherung im vergangenen November an Uwe Schröder. Und kündigte eine Beitragserhöhung von 631,02 Euro monatlich auf 793,82 Euro an. Karge Worte für einen satten Aufschlag von knapp 26 Prozent.

Der maschinell erstellte Brief empörte den 52-jährigen Unternehmer, hatte die Central doch bereits im Vorjahr die Prämien deutlich angehoben. Seit 2010 ist Schröders Beitrag um gut 36 Prozent gestiegen. Das wollte der Inhaber der Firma Schröder Schmierstoffe aus dem westfälischen Freudenberg nicht einfach hinnehmen und verfasste ein Schreiben an den Vorstand der Versicherung. Mit zornigen Worten kritisiert er darin den seiner Meinung nach unverhältnismäßigen Preisanstieg. Diesen werde er nicht anerkennen.

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Im Januar 2012 antwortete die Central – und drohte Schröder mit Konsequenzen. In dem Brief heißt es: „Ein Widerspruchsrecht besteht bei einer Beitragsanpassung nicht. Wir können verstehen, dass Sie (…) verärgert sind. Wenn Sie sich jedoch dazu entschließen, lediglich den bisherigen Beitrag zu zahlen, gefährden Sie Ihren Versicherungsschutz.“ Doch der streitbare Schröder will sich nicht einschüchtern lassen: „Die extremen Erhöhungen wurden bisher nicht begründet und der Vorwurf des Missmanagements nicht entkräftet.“

Er hat sich inzwischen an das Büro des Ombudsmanns der Privaten Krankenversicherer in Berlin gewandt. Doch es könnte dauern, bis sich jemand seinen Fall ansieht: Der Ombudsmann ist kürzlich verstorben. Sein Nachfolger wird viel zu tun haben, denn in den vergangenen Wochen haben sich zahlreiche Privatversicherte gemeldet, die sich über massive Beitragserhöhungen beklagen.

Altkunden werden zur Kasse gebeten

Fast neun Millionen Deutsche haben eine private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen. Was sie lockte, waren bessere Leistungen, und das für geringere Beiträge als in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Doch dieser Vorteil droht sich bei nicht wenigen früher oder später ins Gegenteil zu verkehren, weil die Versicherer über die Jahre kräftig an der Prämienschraube drehen. Spätestens im Rentenalter dürfte die PKV-Police teurer sein als der gesetzliche Krankenschutz.

Einen Vorgeschmack auf das, was auf sie zukommt, bekamen in den vergangenen Wochen viele PKV-Kunden. Zwar hat die Assekuranz bei Neukunden im Durchschnitt nur 5,4 Prozent auf die Prämien von 2011 aufgeschlagen. Versicherte wie Uwe Schröder, die bereits seit Jahren in der PKV sind, müssen jedoch nicht selten zweistellige Erhöhungen verkraften. Im kaum zu durchdringenden Dschungel aus Tarifen und Altersgruppen ergaben sich zum Jahreswechsel teils drastische Preisanstiege. So verlangt die Marktführerin DKV bis zu 33 Prozent mehr als im Vorjahr, die Arag bis zu 30 Prozent, die Gothaer will gar bis zu 62 Prozent mehr. Auch Hallesche, Allianz, Axa und weitere Anbieter kassieren mitunter sehr viel höhere Beiträge als noch 2011.

Hauptgrund ist oft eine verfehlte Tarifpolitik: Um frische Kunden zu gewinnen, gehen die Versicherer immer wieder mit neuen, günstigen Tarifen an den Markt. Das Nachsehen haben Bestandskunden, die vor Jahren einen bestimmten Tarif abschlossen, der heute nicht mehr für Neukunden offen ist: Werden sie älter und häufiger krank, müssen die Prämien steigen, um ihre Behandlungskosten zu decken.

Das Fatale: Die Chancen, in die GKV zu wechseln, sind gering. Das gilt vor allem für Selbstständige und Unternehmer (siehe Seite 121). Auch ein Wechsel des privaten Anbieters bringt oft wenig, denn wer seinen PKV-Vertrag vor 2009 abgeschlossen hat, verliert durch die Kündigung seine Altersrückstellungen. Das ist die Reserve, die jeder in jungen Jahren aufbaut, damit die Beiträge im Alter nicht explodieren. Nur wer nach 2009 eine PKV-Police unterschrieben hat, kann seine Rückstellungen mitnehmen – doch lediglich in der Höhe der gesetzlichen Kassenabsicherung, und das ist oft erheblich weniger als die tatsächlich angesparte Summe.

Wechseln und sparen

Einen Weg aber gibt es doch, seine Prämien zu senken, ohne dabei die Altersrückstellungen zu verlieren: den Wechsel des Tarifs beim bisherigen Versicherer. Diese Möglichkeit steht allen PKV-Kunden gesetzlich zu. Rund zwei Millionen Privatversicherte könnten dadurch viel Geld sparen, schätzt Harald Leissl, Vorstand des Versicherungsberaters Delegare.

Das wissen auch die Assekuranzen. Für ihre Kunden mag sich ein Tarifwechsel rechnen, für sie selbst nicht. Wohl darum zeigen sich Versicherer bei diesem Thema selten kooperativ. Wechselwillige werden mitunter lang hingehalten, und wenn sie dann einen neuen Tarif angeboten bekommen, ist der oft kaum günstiger als der vorherige. „Wir erleben immer wieder, dass Versicherer nur die zweit- oder drittbeste Lösung weitergeben“, sagt Ozan Sözeri, Geschäftsführer des auf PKV-Analysen spezialisierten Internetportals Widge.de.

Fatale Attraktivität
Die private Krankenversicherung ist für junge Singles meist sehr viel billiger als die gesetzliche Kasse. Bleibt das so?
Das Szenario Stefan Albers, Präsident des Bundesverbands der Versicherungsberater, hat ein praxisnahes Szenario berechnet: Eine 38-jährige Frau zahlt 353 Euro monatlich für ihre private Krankenversicherung (PKV); jährliche Prämiensteigerung: 5,2 Prozent für ambulante und stationäre sowie 1,42 Prozent für Zahnbehandlung. Die Alternative: Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV): 592,88 Euro; jährliche Steigerung: drei Prozent. Plus: 35 Euro für private Zusatztarife für Zahn-, stationäre und ambulante Behandlung; jährliche Steigerung: 0,5 Prozent.
Die Beitragsschere Je älter die Frau wird, desto ungünstiger wird die private. Noch größer wäre der Unterschied, wenn auch Ehepartner und zeitweilig Kinder eigene PKV-Policen benötigten.

Eine Erfahrung, die auch Uwe Schröder machte. Dass er heute so verbissen mit der Central im Clinch liegt, hat sicher auch mit der Vorgeschichte zu tun: Seit 1997 ist er bei dem Kölner Unternehmen versichert, das heute zum Generali-Konzern gehört. Seine Prämie stieg über die Jahre immer wieder. 2010, die Central hatte Schröders Satz gerade um 15,3 Prozent erhöht, wollte der Unternehmer von seinem Versicherungsvermittler wissen, ob sich dieser Beitrag nicht senken ließe. Der sogenannte „Topagent“ der Central empfahl den Wechsel in einen angeblich günstigeren Tarif.

Tatsächlich zahlte Schröder fortan monatlich 108 Euro weniger. Allerdings musste er nun von seinen Behandlungskosten 600 Euro im Jahr selbst tragen, vorher war es nur die Hälfte gewesen. Hinzu kam ein neuer Risikozuschlag von 13 Euro im Monat, außerdem hatte ihn der Central-Mann überredet, sich eine „Beitragsreduktion“ in Höhe von monatlich 250 Euro ab dem 63. Lebensjahr zu erkaufen für stolze 120,19 Euro monatlich. Die Assekuranz macht damit aus der durchaus begründeten Angst vor einer Beitragsexplosion im Alter also noch ein Geschäft.

Bleiben oder gehen? Eine Entscheidungshilfe
Angesichts dramatisch steigender Prämien suchen immer mehr Privatversicherte nach Wegen, ihre Beiträge zu senken. Folgendes sollten Sie beim Wechsel des Anbieters oder des Tarifs beachten:
Zurück in die gesetzlichen Kassen Selbstständige haben so gut wie keine Chance, in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu kommen. Ausnahmen: Wer arbeitslos wird und Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit bezieht, kann zurück in die GKV. Ebenso alle, die ihre Selbstständigkeit aufgeben, um wieder angestellt zu arbeiten, und weniger als 50.850 Euro brutto im Jahr verdienen. Problematisch wird das für Geschäftsführer, die in ihrer eigenen Firma angestellt sind. Letztlich muss die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) anhand verschiedener Kriterien über eine Rückkehr in die GKV entscheiden. So darf der Geschäftsführer kein Mehrheitsgesellschafter sein und auch keine Sperrminorität haben. Wer 55 oder älter ist, muss fast immer in der PKV bleiben, kann aber in den Basistarif wechseln. Der bietet ähnliche Leistungen wie die GKV und kostet maximal 593 Euro im Monat.
Den Anbieter wechseln Selbst wenn ein anderer Versicherer attraktivere Tarife bietet, rechnet sich der Umstieg selten. Der Grund: Wer seine Privatversicherung vor 2009 abgeschlossen hat, verliert beim Wechsel seine Altersrückstellung. Wer erst nach 2009 eingetreten ist, kann diese Reserve mitnehmen, allerdings nur in Höhe des Basistarifs.
Auf einen neuen Tarif umsteigen Wer bei seinem bisherigen Versicherer bleibt, sollte unbedingt dessen Tarife vergleichen. Bei einem klugen Wechsel lassen sich 30 bis 50 Prozent der Prämie sparen. Enthält der Wunschtarif mehr Leistungen als der alte, hat der Kunde drei Möglichkeiten: Er kann ganz auf die Mehrleistung verzichten, einen Risikozuschlag zahlen oder die Mehrleistung einschränken. Für die beiden letzten Alternativen ist eine Gesundheitsprüfung Voraussetzung. Die sollte Wechsler aber nicht abschrecken, meist muss nur ein Fragebogen ausgefüllt werden. Wer optimal umsteigen will, braucht in der Regel Beratung von unabhängiger Seite, etwa von Versicherungsberatern (www.bvvb.de). Deren Dienste sind nicht billig. Je nach Aufwand werden mehrere Hundert Euro fällig. Einige Berater arbeiten gegen Erfolgshonorar: Je höher die Ersparnis, desto höher ihr Honorar.

Versicherungsexperte Leissl glaubt: „Es hätte einen besseren Tarif gegeben.“ Doch der „Topagent“ war offenbar wenig motiviert, die für Schröder optimale Lösung zu finden. Policenvermittler verdienen in der Regel nichts an Tarifwechseln. Wohl aber an Neuabschlüssen wie Schröders Beitragsreduzierung im Alter.

Hinhalten und zermürben

Wer es mit einer Versicherung aufnimmt, fühlt sich gelegentlich wie Don Quichotte beim Kampf gegen die Windmühlen. Egon Schneider aus Bochum versuchte zunächst im Alleingang, bei der DKV seinen Tarif zu wechseln. Zermürbt von mehreren erfolglosen Anfragen, schaltete der 78-Jährige im Sommer 2011 schließlich den Versicherungsberater Marco Krieter ein. Die DKV beharrte jedoch weiter darauf, sie könne keine Angebote abgeben, wenn Rentner Schneider nicht zu einer Gesundheitsprüfung bereit sei. Experte Krieter verwies daraufhin auf die rechtliche Lage: „Unser Mandant hat ausdrücklich auf Mehrleistungen verzichtet. Eine Gesundheitsprüfung ist dann unnötig.“

Als Nächstes behauptete die DKV, es sei unverhältnismäßig, sämtliche infrage kommenden Tarife herauszusuchen, woraufhin Berater Krieter zu bedenken gab, dass das mit einem Maklerprogramm gerade einmal eine halbe Stunde dauere. Doch ganz ohne die Mitarbeit des PKV-Anbieters geht es leider nicht: Um den individuellen Tarif zu ermitteln, müssen die angesparten Alterungsrückstellungen des Kunden einbezogen werden. Und die kennt nur der Versicherer.

Geben die Versicherer doch einmal Auskunft, erhalten wechselwillige Kunden oft nur ein oder zwei wenig überzeugende Angebote. So bekam der Hamburger Versicherungsberater Rüdiger Falken bei der Axa zu hören, es gäbe den Vorstandsbeschluss, nur noch zwei Tarife für den Wechsel vorzuschlagen. „Das ist reine Schikane“, empört sich Falken. Bei der Axa heißt es knapp, einen solchen Beschluss gäbe es nicht.

Eine andere Abschreckungsmethode hat Berater Krieter bei der Central erlebt. Er wirft dem Unternehmen vor, die Risikozuschläge mitunter willkürlich zu erhöhen. „Mit solchen Zuschlägen versuchen die Versicherer, den für ihre Kunden lukrativen Tarifwechsel zu torpedieren.“ Die Central bestreitet das. Krieter hat den Vorgang bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt. Die BaFin wird aber nur aktiv, wenn ihr eine Vielzahl gleichgearteter Fälle vorliegt und man daher von einem systematischen Vorgehen ausgehen kann.

So war es im Jahr 2010 im Fall der Allianz. Die verlangte von Tarifwechslern regelmäßig einen „Risikostrukturzuschlag“. Die BaFin wies die Münchner an, auf diesen Sonderbeitrag zu verzichten. Die Allianz klagte dagegen – und verlor letztlich vor dem Bundesverwaltungsgericht (Az.: 8 C 42.09). „Die Erhebung eines pauschalen Risikozuschlags aus Anlass des Tarifwechsels ist unzulässig“, urteilte das Gericht.

Nun machen die Central und andere Versicherer praktisch das Gleiche, nennen es aber einen „individuellen“ Zuschlag. „Begründet wird der Aufpreis, den es widersinnigerweise sogar dann gibt, wenn der neue Tarif keine Mehrleistungen vorsieht, mit einer andersartigen Kalkulation im Zieltarif“, so Krieter.

Schützenhilfe erhofft sich der Berater von PKV-Ombudsmann Schröder. Geißelt der Schlichter derartige Praktiken und reicht womöglich sogar selbst eine Beschwerde bei der BaFin ein, könnten die Zuschläge kippen.

Findige Versicherer haben jedoch bereits einen Weg gefunden, solchen Konflikten aus dem Weg zu gehen. „Ganz gefährlich sind verdeckte Risikozuschläge, die einfach in die Prämie gerechnet werden, um einen Wechsel unattraktiv zu machen“, sagt Berater Sözeri.

Selbst Profis geben entnervt auf

Ein weiterer Winkelzug, um Kunden vom Tarifwechsel abzuhalten, ist das Schüren von Angst. So warnten einzelne Assekuranzen potenzielle Umsteiger vor dem drohenden Verlust des Ein- oder Zwei-Bett-Zimmers im Krankenhaus. Ein Wechsel, so das in vielen Fällen fadenscheinige Argument, sei nur möglich, wenn der Versicherte Minderleistungen akzeptiere.

„Es ist, als kämpfe man gegen Watte. Die Versicherer weichen aus und halten hin“, klagt Martin Kaiser. Er kennt die Branche gut, er arbeitet als unabhängiger Versicherungsmakler – und wollte selbst den Tarif wechseln. „Klar, ich hatte eine spröde Reaktion erwartet“, sagt Kaiser. Doch die Kommunikation zwischen ihm und der Barmenia nahm geradezu skurrile Züge an: Während Kaiser in etlichen Mails eine Umstellung ohne Gesundheitsprüfung verlangte und dabei auf das Recht verwies, ohne Mehrleistungen und Gesundheitsprüfung zu wechseln, schrieb die Barmenia stereotyp: Wenn Sie den Tarif wechseln wollen, müssen Sie den Antrag ausfüllen – inklusive Gesundheitsfragen.

Irgendwann gab Kaiser völlig entnervt auf und wandte sich an Versicherungsberater Leissl. Dem gelang es endlich, die Barmenia zu dem Tariftausch zu bewegen. Die monatliche Prämienlast der Familie Kaiser sank dadurch – bei nur leichten Leistungseinbußen – monatlich um rund 85 Euro, der neue Tarif soll nach Einschätzung des Experten auch noch beitragsstabiler sein.

Das Beispiel zeigt: Pfuschen wird für die Versicherer immer schwerer, vor allem wenn sie an Profis geraten. „Uns gegenüber tricksen immer weniger Versicherer“, sagt der Hamburger Experte Sözeri. Nicht selten, so hat es den Anschein, versuchen die Assekuranzen daher, die unabhängigen Berater auszuschalten. „Da schicken Versicherer die Briefe munter weiter an die Kunden, obwohl wir eine Korrespondenzvollmacht vorgelegt haben“, ärgert sich Berater Leissl. Auch andere PKV-Anbieter weisen schon mal darauf hin, dass die Berater die Unterlagen bei ihren Kunden einsehen oder anfordern könnten. Leissl: „Oft sind die dann aber nicht aktuell oder vollständig.“

Versicherer Universa beharrt sogar darauf, Korrespondenzvollmachten zu ignorieren. Das Unternehmen schreibt grundsätzlich die Versicherten an. Und bei dieser Gelegenheit warnt sie ihre Kunden vor Versicherungsberatern, die auf Erfolgshonorarbasis abrechnen: „Nach unseren Informationen kann diese Dienstleistung für Sie jedoch mit ganz erheblichen Kosten und entgegen getroffener Werbeaussagen auch mit erheblichen Einschränkungen im Versicherungsschutz verbunden sein“, schreibt das Unternehmen.

Die Universa, die bei einem Umstieg in einen Jungtarif viel Geld verliert und deshalb kaum interessenfrei ist, wirbt dann für die eigene Leistung mit den Worten: „Entsprechende Angebote mit einer individuellen Beratung erhalten Sie bei uns jederzeit und gerne, und zwar ohne zusätzliche Kosten. Ein kurzer Anruf dazu genügt.“

Hartnäckigkeit führt zum Erfolg

Verzögern, verwirren, verängstigen – wer die Taktiken kennt, lässt sich nicht so leicht kleinkriegen. Und das zahlt sich aus, wie etwa der Fall von Gerd Stöver zeigt, der bei der ehemaligen Victoria versichert ist, die heute über den Ergo-Konzern zur DKV gehört. Nach Beratung durch Ozan Sözeri zahlt der Psychologe an die Kölner Krankenversicherung nur noch 350 statt 573 Euro, bei fast leistungsgleichem Tarif ist das eine Ersparnis von fast 39 Prozent.

Immerhin 28,5 Prozent holte Bernd Schiemann aus Dresden bei der Gothaer raus, und das im Alleingang. „Mein Vermittler hat mich nicht über die Wechselmöglichkeit informiert“, ärgert sich der ehemalige Hyundai-Händler. Und verbucht den Sieg über die Versicherung deswegen als seinen persönlichen Erfolg. Auf die Wechselmöglichkeit hatte ihn übrigens die Verbraucherzentrale aufmerksam gemacht.

Aus dem Magazin
Dieser Beitrag stammt aus der impulse-Ausgabe 03/2012.

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