Finanzen + Vorsorge In Europa steigen die Unternehmenssteuern

Weltweit betrachtet sind die Steuersätze für Unternehmen im vergangenen Jahr weitgehend unverändert geblieben. Europäische Unternehmen dagegen müssen seit 2011 etwas mehr bezahlen, so das Ergebnis einer Studie.

Während die Steuersätze für Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit weitgehend unverändert geblieben sind, stiegen sie nur in Europa leicht an. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Steuerberatungsgesellschaft KPMG. Demnach stieg der durchschnittliche Steuersatz für europäische Unternehmen von 19,98 Prozent auf 20,12 Prozent leicht an.

Weltweit liegt der durchschnittliche Steuersatz bei 22,96 Prozent. Am stärksten zur Kasse gebeten werden die japanischen Firmen (40,96 Prozent), deutsche Firmen liegen mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,37 Prozent im Mittelfeld der untersuchten Länder.
Ähnliches Bild bei den indirekten Steuern: 2011 blieb der durchschnittliche Satz – bezogen auf alle untersuchten Länder – nahezu konstant bei 15,41 Prozent.

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Regional lassen sich dennoch leichte Unterschiede festzustellen. Während der durchschnittliche Wert in Lateinamerika um 1,12 Prozentpunkte gesenkt wurde (von 13,9 Prozent auf 12,78 Prozent), erfolgte in anderen Regionen verstärkt eine Anhebung der indirekten Steuern.

Asien und Afrika verzeichneten jeweils einen Anstieg: von 11,64 Prozent auf 11,73 Prozent beziehungsweise von 13,91 Prozent auf 14,17 Prozent. Europa zeichnet sich durch einen sehr hohen aber auch stabilen indirekten Steuersatz aus. In einem Zeitraum von sechs Jahren sind nur sehr geringe Schwankungen festzustellen (von 2010 auf 2011 um 0,04 Prozentpunkte auf 19,71 Prozent).

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