Finanzen + Vorsorge Internationale Finanzmärkte in schwieriger Verfassung

Der drohende Krieg gegen den Irak überschattet die Lage an den Finanzmärkten. Die Börsen bleiben im Tief.

Beim Dax macht sich schleichende Panik breit. Jeden Tag verlieren die Aktien ein bisschen mehr. Die Börse nimmt den Krieg vorweg. Steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Krieg sind die Ausschläge größer, sinkt sie, sind die Verluste geringer.

Solange diese Zitterpartie andauert, wird sich daran auch nicht viel ändern. Einziger Trost: Geht es dann wirklich los, ist viel in den Kursen schon vorweg genommen. Kommen dann noch Herabstufungen wie bei MLP dazu, dann sackt der Kurs ganz durch.

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Die Vermögensverwaltung United Zurichfinance hatte MLP als starke Verkaufsempfehlung eingestuft. Das reicht dann schon, damit der Index an nur einem Tag 2,7 Prozent verliert.

Der Europäische Aktienindex DJ EuroStoxx 50, Messlatte für die großen eruopäischen Werte, fiel vorgestern auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Neun Tage in Folge gaben die Aktien nach.

Das ist selten. Angesichts des drohenden Krieges jedoch nicht überraschend. Besonders leiden die Versicherer wie ING, Münchener Rück oder Aegon. Ihre Kurse werden einmal durch die Kriegs- und Terrorangst belastet, zum anderen aber auch durch mögliche Kapitalerhöhungen. Diese werden nötig, wenn der Wertverlust bei Aktien so groß ist, dass die Kapitalreserven der Assekuranzen aufgezehrt sind.

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