Finanzen + Vorsorge Jetzt kommt IBAN, der Schreckliche

Ab 2014 gibt es neue Nummern für Überweisungen - Unternehmen müssen sich rechtzeitig vorbereiten.

Ein Jahr noch, dann ist es so weit: Ab dem 1. Februar 2014 müssen neue Kontonummern verwendet werden. Dann gilt für Überweisungen und Lastschriften ein neuer europäischer Standard namens SEPA (Single Euro Payments Area).

Keine Hektik, sagen sich die meisten Unternehmer: Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest haben bislang nur 40 Prozent aller Mittelständler mit der Umstellung begonnen, vom Rest hat fast die Hälfte noch keinen Zeitplan aufgestellt. Vor allem kleinere Unternehmen unterschätzten die notwendigen Anpassungen, warnt Reiner Ramacher, Firmenkunden-Vorstand bei der Postbank, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat. „Experten gehen sogar davon aus, dass der Aufwand höher ist als seinerzeit bei der Euro-Umstellung.“

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Tatsächlich gibt es viel zu tun. Die Unternehmen müssen etwa dafür sorgen, dass auf Rechnungen, Broschüren und Internetseiten die 22-stellige International Bank Account Number (IBAN) steht, die bislang nur für Auslandsüberweisungen gebraucht wurde. Von Februar 2014 an ist die IBAN auch innerhalb Deutschlands Pflicht. Wenn Kunden sie erst suchen müssen, drohen Zahlungsverzögerungen. Wichtig: Nur schriftliche Einzugsermächtigungen bleiben gültig. Hat ein Kunde bislang lediglich per E-Mail oder Telefon zugestimmt, sollten Unternehmen nun rechtzeitig dessen Unterschrift einholen. Außerdem müssen Unternehmen die neuen Kontonummern ihrer Lieferanten und auch die ihrer Mitarbeiter in die Datenbanken eintragen.

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