Finanzen + Vorsorge Kein Schutz für Anleger

Von eindeutigen und verlässlichen Unternehmensanalysen ist man, wie der Börsengang der Postbank zeigte, hier zu Lande noch weit entfernt. Der Zehn-Punkte-Plan, den Rot-Grün zwecks besseren Anlegerschutzes erstellt hatte, ist bis dato erst zur Hälfte umgesetzt.

Beispiel: Anlegerschutzverbesserungsgesetz. Das Reglement soll noch in diesem Jahr in Kraft treten. Mit ihm will die Regierung Anleger besser vor falschen Kapitalmarktinformationen schützen. So sollen die Strafen für Insider-Geschäfte und Kursmanipulationen verschärft werden, Vorstände sollen Geschäfte mit Aktien der eigenen Firma unverzüglich dem Aufsichtsrat melden müssen, und für bestimmte Produkte auf dem so genannten grauen Kapitalmarkt soll eine Prospektpflicht eingeführt werden.

Dem Präsident des Deutschen Anlegerschutzbunds, Klaus Nieding, gehen die Reformen nicht weit genug: „Wie in den USA brauchen wir eine Beweislastumkehr. Nicht die Anleger, die etwa einen Kurseinbruch hinnehmen müssen, sollen Managementfehler beweisen. Vielmehr soll der Vorstand darlegen, dass ihm keine Schnitzer unterlaufen sind.“

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Folgende Bereiche umfasst der Zehn-Punkte-Plan:

  1. Persönliche Haftung
  2. Falschinformationen
  3. Aktienoptionsprogramme
  4. Bilanzregeln
  5. Abschlussprüfer
  6. Bilanzkontrolle
  7. Börsenreform
  8. Grauer Kapitalmarkt
  9. Unternehmensanalysen
  10. Kapitalmarktdelikte
  11. Viele Vorhaben sind nur unvollständig umgesetzt, einige überhaupt nicht.

    Den kompletten Artikel zur neuen Rechtslage im Anlegerschutz und Details über den Zehn-Punkte-Plan können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2004, Seite 104, nachlesen.

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