Finanzen + Vorsorge Kennzahlen – kurz und gut

Von der Eigenkapitalquote bis zum Cash Flow: Alle wichtigen Vorgänge in einer Firma lassen sich mit Kennziffern übersichtlich dokumentieren. Die Werte helfen Unternehmern, den Überblick zu bewahren - und Vergleiche zur Konkurrenz anzustellen.

Mit den wichtigsten Kennzahlen haben Firmenchefs die Entwicklung ihres Betriebs stets im Blick. Vorausgesetzt, die Daten werden regelmäßig aktualisiert und mit den Planzahlen beziehungsweise mit den branchenüblichen Werten verglichen. Vergleichszahlen bekommen Unternehmer bei den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken und den Kammern. Anhand der Brancheninformationen können sie sehen, wie sich ihre Firma im Verhältnis zu gleichgroßen Betrieben im selben Segment am Markt behauptet. Zudem bekommen sie ein Gespür dafür, wie das Unternehmen bei einem Bankrating abschneiden würde.

Die zehn wichtigsten Kennzahlen im Überblick.

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Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital sichert die Firma auch in Krisenzeiten ab. Für ein gutes Rating sind Werte zwischen 20 bis 30 Prozent notwendig.

Verschuldungsgrad

Die kurzfristigen Schulden sollten die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte nicht übersteigen.

Liquiditätsgrad

Das Bankguthaben und die Außenstände, die auf jeden Fall einzutreiben sind, sollten ausreichen, um mindestens die Hälfte der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken.

Offene Forderungen

Überprüfen Sie, wann ihre Kunden die Außenstände begleichen. Für Großkunden sind einzelne Auswertungen zu führen.

Zahlungsziel

Halten Sie fest, innerhalb welcher Frist die eigenen Außenstände bezahlt werden. Auch hier separate Auflistungen für die wichtigsten Lieferanten führen.

Umsatzrentabilität

Um herauszufinden, wie rentabel das operative Geschäft ist, setzen Sie den Gewinn im Verhältnis zum Umsatz.

Cash-Flow

Er beziffert den Rückfluss des investierten Kapitals. Je höher der Wert, umso mehr Investitionen können ohne Fremdkapital finanziert und umso schneller können Schulden abgebaut werden.

Lagerumschlag

Die Relation zwischen Umsatz und Warenbestand sagt aus, wie lange die Ware im Lager bleibt, bevor sie verkauft wird. Je höher der Umschlag, desto besser die Einkaufspolitik und desto geringer die Kapitalbindung. Am besten berechnen Sie diese Kennziffer für die wichtigsten Warengruppen separat – so erkennen Sie Ladenhüter.

Produktivität

Der Umsatz bezogen auf die Zahl der Mitarbeiter zeigt, ob die Arbeitnehmer ausgelastet sind. Auch für einzelne Abteilungen oder Projekte erstellen.

Return on Investment (ROI)

Der Wert erläutert, wie viel Gewinn das Eigen- und Fremdkapital erwirtschaftet, das in die Firma investiert wurde. Je höher der ROI ausfällt, umso interessanter ist das Unternehmen für Investoren.

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