Finanzen + Vorsorge Melden spart Geld

Melden spart Geld

Melden spart Geld

Beiträge an die Berufsgenossenschaft muss jedes Unternehmen zahlen. Die Höhe indes können Firmenchefs stark beeinflussen.

Helmut Müllejans staunte
nicht schlecht. Die Mitarbeiter
seines neu gegründeten Marktforschungsunternehmens
lebten angeblich
genauso gefährlich wie Stuntmen.
So sah es jedenfalls die zuständige
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.
Sie erbat für die Marktforscher
nämlich den gleichen Beitrag wie für
Sensationsdarsteller: 560 Euro pro
Jahr bei einer Lohnsumme von 120000
Euro. Müllejans ging vor Gericht und
überweist heute 288 Euro – etwa die
Hälfte des ursprünglichen Betrags.

Wie der Düsseldorfer Firmenchef
schlagen sich jedes Jahr mehr als 3,5
Millionen Unternehmer mit den
Rechnungen der zuständigen Berufsgenossenschaft
herum. Denn für alle
Mitarbeiter, egal ob Anwaltsgehilfin,
Handwerksgeselle, leitender Angestellter
oder Profifußballer, müssen
Unternehmen Beiträge an die gesetzliche
Unfallversicherung zahlen. Rund
zehn Milliarden Euro kassieren die 35
gewerblichen Berufsgenossenschaften
pro Jahr. Die Beiträge zahlen – im
Gegensatz zu Kranken- und Rentenversicherung
– allein die Arbeitgeber.

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„Die jährlich von den Unternehmen
zu überweisenden Beträge werden
von den einzelnen Berufsgenossenschaften
festgesetzt“, erläutert Ester
Endres, Rechtsanwältin in der Kanzlei
Hoffmann, Liebs, Fritsch & Partner in
Düsseldorf, „und das führt häufig zu
Ärger.“ Denn der Beitrag richtet sich
nach dem so genannten Beitragsfuß,
der jedes Jahr neu festgelegt wird,
einem nach Risikoklassen untergliederten
Gefahrtarif und den Arbeitsentgelten
der Versicherten. Dabei spiegelt
der Gefahrtarif das statistische
Unfallrisiko der einzelnen Gewerbezweige.
„Und genau da liegt die Fehlerquelle
bei zu hohen Beiträgen“, klärt
Expertin Endres auf.

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