Finanzen + Vorsorge Mittelstand an den Kapitalmarkt

Immer mehr Firmen wol­len unabhängig von Kredit­instituten investieren und nehmen ihre Finanzierung selbst in die Hand. Über Anleihen und Genussscheine.

Die Halloren Schokoladenfa­brik wächst seit Jahren beharrlich gegen den Branchentrend. Nun stoßen die Pralinenspezialisten in ihrem wichtigsten Markt, den neuen Bundesländern, „langsam an die Decke“, wie Geschäftsführer Klaus Lellé (Foto) konstatiert.

„Wenn wir weiter zulegen wollen, müssen wir im Westen Deutschlands bekannter werden, Märkte im Ausland erschließen“, weiß der Chef von 230 Mitarbeitern. Dafür braucht man Geld. Das die Ban­ken aber nicht ohne weiteres herausgeben. Lellé hat es erst gar nicht versucht, sondern sich die benötigten zehn Millionen Euro gleich woanders geborgt: über eine Anleihe direkt bei den Privatanlegern.

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Damit gehört das Traditionsunternehmen aus Halle an der Saale hier zu Lande zu den Exoten. Noch. Denn immer mehr kleine und mittelgroße Unternehmen entdecken den Kapitalmarkt als alternative Finanzierungsmöglichkeit zum klassischen Bankkredit. Neben Anleihen sind im Mittelstand vor allem Genussscheine ein beliebtes Instrument. Zudem locken die neu gegründeten Mittelstandssegmente der Börsen Firmen aufs Parkett. Doch nicht jeder Weg an den Kapitalmarkt eignet sich für jedes Unternehmen. impulse stellt die neuen Finanzierungsarten vor, nennt Vor- und Nachteile und sagt, wer welches Ins­trument wählen sollte.

Vorteil aller Varianten: Unternehmer machen sich unabhängiger von den Bankkrediten. »Deutsche Unternehmer haben beim Gang an den Kapitalmarkt noch einiges aufzuholen«, beschreibt Nathalie Richter vom Bankhaus Merck Finck die aktuelle Situation.
Während etwa in US-amerikanischen oder britischen Unternehmen nur rund 20 Prozent des Fremdkapitals aus Bankdarlehen stammen, liegt diese Quote in deutschen Firmen bei 80 Prozent. Somit organisiert nur jedes fünfte Unternehmen in Deutschland seine Finanzmittel selbst.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2005, Seite 112, nachlesen.

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