Finanzen + Vorsorge Neuer Anlauf

Sie galten als sichere Kapitalanlage. Dann kamen 2005 Krise und Ausverkauf. Nun glänzen viele offene Immobilienfonds wieder mit positiven Ergebnissen.

Wer die Nerven behielt, wurde belohnt. Als im Dezember 2005
die DB Real Estate bei ihrem offenen Immobilienfonds
Grundbesitz Invest massive Wertberichtigungen ankündigte,
gerieten viele Anleger in Panik. Konfrontiert mit einem Ansturm
von Rückgabewünschen schloss die Deutsche-Bank-Tochter den
Fonds

Ein Novum. Sie löste damit eine handfeste Branchenkrise aus.
Heute, gut ein Jahr später, freuen sich treue Anleger über
unerwartet hohe Gewinne.

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Grundbesitz Invest und andere Fonds, die in den Sog der Krise
geraten waren, zeigen sich erholt. „Die Fondsgesellschaft en
haben ihre Hausaufgaben gemacht. Viele investieren
internationaler und agieren professioneller“, stellt Hartmut
Bulwien, Aufsichtsratsvorsitzender des renommierten
Immobilienberaters Bulwien Gesa, zufrieden fest. Nun steigen
seit Monaten Mittelzuflüsse und Renditen. impulse hat
recherchiert, bei welchen Fonds Investitionen wieder lohnen.

Die Krise war heilsam. Zwar verlor die Branche zehn Milliarden
von 80 Milliarden Euro Anlagevermögen. Doch die
Immobiliengesellschaften nahmen notwendige
Wertberichtigungen vor, gingen Bestechungsvorwürfen nach
und korrigierten ihre Anlagestrategien. Vor allem baute das
Management der Fonds das Übergewicht an deutschen
Büroimmobilien ab und verkaufte teils leer stehende
Altbestände. „Angelsächsische Investoren, die die Objekte
sanieren wollen, waren bereit, extrem hohe Preise dafür zu
bezahlen“, weiß Anja Knorr, Analystin der angesehenen
Immobilien-Rating-Agentur Scope.

Mit den Erlösen kauften die deutschen Fonds Objekte in
Holland, Frankreich, Osteuropa oder den Vereinigten Staaten.
„Nur international aufgestellte Immobilienfonds haben
langfristig Potenzial“, erklärt Fachmann Bulwien die
Anlagestrategien. Zudem sollte es sich um junge, gut
vermietbare Immobilien handeln, die mit neuester Technik
ausgestattet, gut angebunden und multifunktional nutzbar
sind.

Einige Fondsgesellschaften wie DJE oder Degi haben drastische
Konsequenzen gezogen und direkt neue – nur global
investierende – Fonds aufgelegt. Scope-Expertin Anja Knorr:
„Die können ganz ohne Altlasten durchstarten.“

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