Finanzen + Vorsorge Offenheit zahlt sich aus

Firmen, die umfassend mit ihren Kapitalgebern kommunizieren, erhalten mehr und günstigeres Geld. Testen Sie Ihre Chancen.

Der Weg zum Kredit ist bisweilen äußerst steinig. Mehrere Jahre musste das junge Biotech-Unternehmen Protagen ganz ohne Kontokorrentkreditlinie auskommen. „Investieren konnten wir nur, wenn wir aus der Auftragsforschung Geld in unsere Kasse bekamen“, erzählt der kaufmännische Leiter Sven Rüger.

Um die Bank von Protagen zu überzeugen, informierte er sie über jeden Zahlungseingang, jeden neuen Auftrag. Quartal für Quartal reichte er GuV, Cashflow-Entwicklung, Liquiditätsstand und Bilanz ein. Ein- bis zweimal pro Jahr sprach er persönlich mit den Firmenkundenbetreuern.

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Obwohl nach dem üblichen Rating kein permanenter Überziehungskredit möglich war, gab die Deutsche Bank dem Drei-Millionen-Euro-Umsatz-Betrieb nach zwei Jahren doch grünes Licht für einen „Zurufkredit“. Wann immer Protagen nun Zahlungsspitzen hat, ruft Rüger die Bank an und kann sofort über bis zu 50.000 Euro verfügen. „Ohne den langen Vertrauensaufbau hätten wir den Kredit noch immer nicht“, so Rüger.

Eine offene Kommunikation mit ihren Finanziers wird für Firmen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. „Finanzmittel erhalten nur noch jene Unternehmen, die regelmäßig relevante Informationen über ihr Unternehmen preisgeben“, so Wolfgang Richter, Partner bei der mit Ernst & Young kooperierenden Anwaltskanzlei Luther.

Eine aktuelle Studie der Finanzierungsexperten von Ernst & Young offenbart noch mehr: Firmen, die von sich aus ihre Kapitalgeber informieren, sind langfristig erfolgreicher. Das gilt vor allem für Unternehmen, die innovative Finanzierungen einsetzen.

Je nach Firmengröße und Finanzierungsart müssen sie dabei mehr oder minder umfangreiche und spezielle Geschäftsdaten anbieten. Die Spanne reicht von stetem Informieren über neue Geschäftszahlen beim Kredit für kleine Betriebe bis zum externen Rating bei großen Mittelständlern, die ihre Forderungen am Kapitalmarkt verkaufen wollen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young und impulse bieten Lesern eine individuelle Aus­wertung zu Perspektiven alterna­tiver Finanzierungen an.
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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 130, nachlesen.

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