Finanzen + Vorsorge Prämie

Schnellkurs Berufshaftpflicht: Prämie

Leistungsumfang und Prämie werden – bis auf gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen – weitgehend frei vereinbart. Wenn der Versicherer bestimmt Risiken im Standardvertrag ausschließt, lassen sich die teilweise gegen Zahlung einer zusätzlichen Prämie abdecken. Je nach Geschäftsbereich, in dem der Freiberufler tätig ist, gibt es unterschiedliche Berechnungsgrundlagen für die Prämie. Beispiele: Anzahl der beschäftigten Personen bei Inkassobüros. Promillesatz vom Umsatz bei EDV-Betrieben. Jährliche Miet- und Pachteinnahmen bei Hausverwaltern. Die meisten Versicherer gehen nach der gleichen Berechnungsgrundlage vor.

Bei schlechtem Schadenverlauf passen die Versicherer die Prämien zunehmend ihren Ausgaben an. Mit einer Verdoppelung der Beiträge müssen derzeit Notare rechnen. Denn die haben sich mit jährlich rund 3000 Schäden für die Versicherungsgesellschaften zu einem miesen Risiko entwickelt: Jeder Notar meldet im Durchschnitt alle drei Jahre einen Schaden – damit hat sich die Schadenhäufigkeit im Vergleich zu vor zehnJahren verdoppelt. Besonders die Zahl der Großschäden hat zugenommen: Die Versicherer zahlen jährlich rund 5 Schäden mit einem Aufwand zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro. Dr. Walter Gutberlet, Mitglied des Vorstandes der Allianz-Versicherung-AG, fordert deshalb: 1. Eine mittelfristige Anhebung der Prämie in Höhe von 80 Prozent für alle Notare. 2. Plus eine deutliche Anhebung der Prämie bei Notaren, die in den letzen Jahre mehrfach ersatzpflichtige Schäden verursacht haben.

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