Finanzen + Vorsorge Produkthaftpflicht-Versicherung: Bodyguard für Betriebe

Produkthaftpflicht-Versicherung: Bodyguard für Betriebe

Produkthaftpflicht-Versicherung: Bodyguard für Betriebe

Die Produkthaftung kann Hersteller und Händler in den Ruin treiben. Bei Personenschäden haften Unternehmen bis zur Höhe von 85 Millionen Euro. Seit August 2002 müssen sie sogar Schmerzensgeld zahlen. Experten sagen, wie sich Firmen rundum absichern.

Eines der wichtigsten Gesetze für Hersteller und Händler trägt den Namen „Produkthaftungsgesetz“. Darin steht: Wenn jemand durch den Fehler eines Produkts einen Schaden erleidet, ist der Hersteller verpflichtet, diesen Schaden zu ersetzen. Und das kann ins Geld gehen: Bei Sach- und Vermögensschäden haften Unternehmen in unbegrenzter Höhe, bei Personenschäden bis zur Höhe von 85 Millionen Euro. Ab August 2002 müssen sie sogar Schmerzensgeld zahlen.

Schutz vor finanziellem Schaden bietet eine Produkthaftpflicht-Versicherung. Die meisten Unternehmen haben zwar so etwas schon – nämlich dann, wenn sie eine Betriebshaftpflicht-Versicherung abgeschlossen haben – in vielen Fällen aber reicht der Versicherungsschutz längst nicht mehr aus.

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Aufpassen sollten Unternehmen auch, wenn sie Waren ins Ausland liefern: Soweit es sich um Aktivitäten in europäischen Ländern mit dem gleichen Rechtssystem wie bei uns handelt, entsteht für Unternehmen meist kein zusätzliches Risiko, das mit einer höheren Versicherungssumme abgedeckt werden müsste.

Ein hohes Risiko müssen Firmen indes einkalkulieren, wenn sie in den USA aktiv sind oder auch nur nach Kanada exportieren. Die Versicherer gehen davon aus, dass 60 Prozent der nach Kanada gelieferten Produkte letztendlich in den USA landen und damit das Unternehmen nach amerikanischem Recht haftet.

Tipp: Bei der Festlegung der richtigen Versicherungssumme für Auslandsaktivitäten sollten Unternehmen die Erfahrung ihres Versicherers nutzen und sich an dessen Empfehlungen orientieren. Firmen können zudem mit dem Versicherer vereinbaren, dass der ihnen nur für den Teil des US-Umsatzes eine höhere Prämie berechnet. Wenn eine Firma nur einen minimalen Auslandsanteil hat, lassen manche Versicherer bei guten Kunden auch mit sich reden und versichern ein geringfügiges US-Risiko sogar ohne eine höhere Prämie mit.

Als Argumente könnten Firmen anführen:

  • Sie zahlen eine normal hohe Prämie.
  • Die Vertragsbeziehung besteht schon seit vielen Jahren.
  • Es gab bislang keine oder kaum Schäden.

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