Finanzen + Vorsorge Rente statt Gehaltserhöhung

Mehr Geld für die Mitarbeiter und zusätzliche Liquidität für das Unternehmen. Eine ausgeklügelte Firmenrente macht’s möglich.

Dieter Klauß wollte es zuerst nicht glauben. Nach monatelanger Suche fand der geschäftsführende Gesellschafter der Sikla GmbH in Villingen-Schwenningen endlich einen Weg, steigenden Gehaltsforderungen seiner 200 deutschen Mitarbeiter zuvorzukommen und gleichzeitig seine Firma finanziell zu stärken.

Das für die geplanten höheren monatlichen Zahlungen vorgesehene Geld wandert dabei statt auf die ­Gehaltskonten in eine Betriebsrente. Doch für die Umsetzung brauchte Firmenchef Klauß die Zustimmung seiner Mitarbeiter. „Das war kein ­Problem, nachdem wir das Modell ausführlich erläutert hatten“, sagt der Chef des seit 40 Jahren bestehenden Anbieters von Systemen für den Rohrleitungsbau. „Schließlich bringt diese Regelung Sikla und Firmen­angehörigen letztlich bares Geld“, so ­Geschäftsführer Klauß.

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Statt einer Gehaltserhöhung, die finanziell voll zulasten der Sikla gegangen wäre, schaffte Klauß seiner Firma mit der Betriebsrente zusätzliche Liquidität. Liquidität, die insbesondere mittelständische Unternehmen gut gebrauchen können – zur Stärkung des Eigenkapitals oder zur Ablösung von Krediten. Auch das ­Rating lässt sich so verbessern.

Keine Sozialabgaben

Der Wechsel von der Gehaltserhöhung zur Rente funktioniert zunächst ähnlich wie die Lösungen der Assekuranz bei der betrieblichen Altersversorgung. Der Arbeitnehmer verzichtet auf das zusätzliche Geld und braucht dafür ebenso wie die Firma keine Sozialabgaben abzuführen. Doch anders als bei den Versicherungsmodellen steht dieses Geld dem Unternehmen zur Verfügung. Der Arbeitgeber kann es für betriebliche Zwecke einsetzen. So lange, bis der Mitarbeiter in den Ruhestand geht. Dann erhält er von der Firma sein Kapital einschließlich der vom Arbeitgeber zugesagten Zinsen ausgezahlt.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2007, Seite 120, nachlesen.

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