Finanzen + Vorsorge Richtig vorbereitet

Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, sich auf das Rating durch die Bank vorzubereiten. Die folgenden Tipps können Sie dabei unterstützen.

„Nur wer weiß, worauf es beim Rating ankommt, kann an den Schwachstellen in seinem Unternehmen arbeiten und es fit für die Zukunft machen“, erklärt Rudolf Schüller, Vorstandsmitglied des Instituts für Rating und Corporate Finance (IRCF) und Gründungspartner des CompetenceCenter Rating (CCR). Schüller entwickelte mit seinen Vorstandskollegen ein Weiterbildungsprogramm in den Bereichen Rating und Unternehmensfinanzierung, das sich an Unternehmer und Berater wendet. Nachstehend finden Sie Tipps zum Thema. Eine Anmeldung zu den Seminaren ist unter www.ircf.de möglich.

  • Organisieren Sie Ihren kaufmännischen Bereich transparent. Überlegen Sie, ob die Buchhaltung besser im Unternehmen oder extern (beim Steuerberater oder einem Buchhaltungsbüro) geführt wird. Denken Sie an die kurzfristige Vorlage aktueller Zahlen.
  • Nutzen Sie betriebswirtschaftliche Planungs- und Steuerungsinstrumente (z.B. Soll-Ist-Vergleiche, Forderungsmanagement). Nehmen Sie die Unterstützung Ihrer Kammern und Verbände in Anspruch (z.B. durch die Nuttzung von Betriebsvergleichen).
  • Sorgen Sie dafür, dass die Vergangenheit und die Zukunft Ihres Unternehmens plausibel und nachprüfbar sind: Wie wollen Sie Umsatz erzielen? Wie wollen Sie Ihre Kosten konkret senken? Was sind Ihre Kalkulationsgrundlagen?. Wenn sich deutliche Abweichungen gegenüber Ihren Planungen ergeben, überlegen Sie, woran es gelegen hat und dokumentieren Sie die Maßnahmen, mit denen Sie auf diese Abweichungen reagieren werden.
  • Sorgen Sie für eine gesunde Eigenkapitalbasis (z.B. durch Ausweis und Thesaurierung von Gewinnen und Beschränkungen bei Entnahmen).
  • Sorgen Sie für ausreichendes betriebswirtschaftliches Know-how in der Geschäftsleitung (z.B. durch entsprechende Fortbildungen).
  • Planen Sie Ihre Unternehmensnachfolge rechtzeitig und Schritt für Schritt.
  • Pflegen Sie eine offene Kommunikation mit Ihrer Bank. Auch bei negativen Entwicklungen, denn das stärkt das Vertrauen. Zeigen Sie gleichzeitig auf, wie sich das Unternehmen weiterentwickeln soll. Grundsätzlich gilt: Je schwieriger die Lage des Unternehmens ist, desto enger sollte der Kontakt mit der Bank sein. Bedenken Sie: Nur wer die Risiken kennt, kann sich entscheiden, sie mittragen zu wollen.
  • Führen Sie Ihr Konto im Rahmen der Vereinbarungen (keine Überziehungen des Kreditrahmens). Wenn Sie mehr Liquidität benötigen, sprechen Sie rechtzeitig vorher mit Ihrer Hausbank.
  • Halten Sie sich immer an Vereinbarungen mit Ihrer Bank. Wenn Sie Vereinbarungen absehbar nicht einhalten können, sprechen Sie rechtzeitig mit der Bank, erläutern die Gründe und versuchen, eine neue Vereinbarung zu treffen.

Damit die Bank dies beurteilen kann:

Anzeige
  • Erstellen Sie Ihre Bilanzen und BWA vollständig und transparent.
  • Legen Sie Ihre Bilanzen und BWA Ihrer Bank unaufgefordert und zeitnah vor. Auch dann, wenn Sie aktuell keinen Kredit benötigen.
  • Wenn erforderlich: Erläutern Sie Ihre Unterlagen.
  • Planen Sie schriftlich unter Angabe der Planungsgrundlagen.
  • Sorgen Sie für die Sicherheit in Ihrer EDV. Legen Sie regelmäßige Sicherungskopien an und verwahren Sie diese an einem separaten Ort.
  • Legen Sie Organisationshandbücher für alle wichtigen Abläufe im Unternehmen an.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...