Finanzen + Vorsorge Risiken absichern

Musikinstrumente-Händler Michael Sauer bestellt längst nicht mehr nur in Europa. Orgeln, Posaunen und Gitarren ordert er vermehrt günstig in Südostasien. Die Bezahlung läuft dann allerdings in US-Dollar. Das ist riskant. Wegen des schwankenden Wechselkurses.

Steigt der US-Dollar nur um wenige Euro-
Cent, muss der Händler schnell mehrere
zehntausend Euro mehr bezahlen.
Weil Sauer seinen Kunden feste
Katalogpreise garantiert, würde das
ein Loch in die Bilanz reißen. Doch
der Händler schützt sich mit so genannten
Derivaten – also Termingeschäften, die bei der Bank abgeschlossen werden. „So lebe ich sicherer“, sagt der Unternehmer.

Sauers Beispiel folgen viele Mittelständler.
„Firmenkunden fragen immer
öft er nach unserem Derivate-
Angebot“, berichtet Frank Spölgen,
bei der Sparkasse Köln-Bonn für das
Risikomanagement verantwortlich.
Was früher nur für Konzerne galt, ist
heute auch bei kleineren Firmen Alltag:
Unternehmer wollen das Risiko
schwankender Devisen oder steigender
Rohstoffpreise kontrollieren.

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Termingeschäfte wie die von Instrumentehändler
Sauer funktionieren
nach einem einfachen Muster. Der Firmenchef
erwirbt bei seiner Bank das
verbriefte Recht, an einem bestimmten
Tag in der Zukunft US-Dollar zu kaufen
– und zwar zum heutigen statt zum
dann gültigen Preis. Die günstigen Devisen
nutzt er, um seine Lieferanten zu
bezahlen. Gegen steigende Dollar-
Kurse ist Sauer so immun. Der Preis
der Derivate: rund zwei Prozent des
abgesicherten Betrags.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2005, Seite 152, nachlesen.

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