Finanzen + Vorsorge Riskantes Spiel

Darlehen in Yen oder Franken locken mit niedrigen Zinsen. Dabei kommen sie Firmenchefs häufig teuer zu stehen.

Das Angebot klingt fantastisch: Nur rund 1,7 Prozent Zinsen verlangt die Bf-Direkt-Bank für Kredite im Internet. Einziger Haken: Firmenchefs müssen bereit sein, das Darlehen anstatt in Euro in japanischen Yen aufzunehmen.

Obwohl in Deutschland langfristige Kredite so günstig sind wie selten zuvor, sind für manches klamme Unternehmen die Zinsen der Hausbank immer noch zu hoch. Und sie greifen zu Discount-Krediten in Yen oder Franken. Doch diese vermeintlich günstigen Finanzierungsangebote beinhalten unkalkulierbare Wechselkursrisiken und rechtliche Fallstricke. Und sind, bezieht man alle Kosten mit ein, letztlich auch teurer als der Kredit von der Hausbank.

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Kredite, die auf Yen lauten, sind gegenwärtig rund zwei Prozentpunkte billiger als Euro-Darlehen. Und in Schweizer Franken kostet Fremdkapital meist nicht mehr als drei Prozent – oder 1,5 Prozentpunkte weniger als in Euro. „Bei günstigen Fremdwährungsdarlehen können Unternehmer bei gleichem Monatsaufwand nach zehn Jahren die Restschuld statt auf 85 auf rund 50 Prozent senken“, sagt Reinhard Bege, Geschäftsführer der Reno Finanz-Beratung.

Angeboten werden die Billigst-Kredite in Deutschland meist von österreichischen Geldhäusern wie der Bank Austria oder der Ersten Bank, die mit hiesigen Kreditvermittlern zusammenarbeiten. Oder von Kreditvermittlern im Internet. Deutsche Kreditinstitute engagieren sich, abgesehen von der einen oder anderen Sparkasse und Volksbank, kaum in diesem Geschäft.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 108, nachlesen.

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