Finanzen + Vorsorge Rückenwind aus Italien

Seit der Fusion mit Unicredit verliert die Hypovereinsbank Kunden aus dem Mittelstand. Zeit für die Gegenstrategie.

impulse: Herr Berger, es heißt, nach der Fusion von HVB und Unicredit laufen Ihrer Bank Firmenkunden in Scharen davon. Wie stoppen Sie den Exodus?

Berger: Welchen Exodus? Neun von zehn Firmenkunden würden sich wieder für die Hypovereinsbank entscheiden. Und was den Zusammenschluss anbelangt, verzeichnen wir deutliche Erfolge. Neukunden kommen zu uns gerade wegen der Verbindung mit Italien und Unicredit.

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Können Sie das belegen?

Bei den gehobenen Firmenkunden – das sind die mit Jahresumsätzen ab 15 Millionen Euro – haben wir im vergangenen Jahr netto ein deutliches dreistelliges Plus erzielt.

Das ist nicht besonders viel.

Unsere Wettbewerber sehen das anders.

Wie sieht es in den Kundensegmenten darunter aus?

Der Bereich zwischen einer und 15 Millionen Euro Umsatz ist stabil. Bei den Kunden mit Jahresumsätzen unter einer Million Euro verringert sich die Anzahl der Bankverbindungen im Markt um rund zehn Prozent. Wir liegen hier aber unter dem Durchschnitt.

Warum sollten diese Firmenkunden bei Ihnen bleiben?

Weil wir ihnen Kontinuität bieten. Ich persönlich stehe für Kontinuität. Die Ansprechpartner bleiben die gleichen, die Beratungsqualität bleibt weiterhin hoch. Außerdem werden wir in Deutschland kräftig wachsen. Durch die Fusion mit der Unicredit haben wir Rückenwind und werden die Beratung ausbauen. Zudem wollen wir das Cross-Border-Geschäft stark erweitern.

Das erfolgreiche Osteuropa-Geschäft über die Bank Austria haben Sie aber erst mal an die Italiener abgeben müssen.

Das Osteuropa-Geschäft war Teil des HVB-Verbunds und ist es weiterhin. Für den Unternehmer in Ulm mit einem Zweigbetrieb in Ungarn bleibt alles in einer Hand, sein Ansprechpartner ist in Deutschland.

Gleichwohl dreht Unicredit kräftig an der Kostenschraube.

Nein, es gibt keine Kostensenkungen zu Lasten der Firmenkunden. Wir fragen lediglich genauer nach: Was brauchen unsere Kunden, wie können wir sie besser betreuen? Dann nehmen wir behutsam einige Veränderungen vor.

Das vollständige Interview können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2006, Seite 122, nachlesen.

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