Finanzen + Vorsorge Schutz vor höheren Prämien

Schutz vor höheren Prämien

Schutz vor höheren Prämien

Die Versicherer drehen an der Preisschraube für Feuer-, Einbruch oder Umweltpolicen. Wie Sie trotzdem Nachlässe rausholen.

Das Ganze roch ein wenig nach Erpressung. Sollte Heiner Schmidt (Name geändert), Chef einer großen Münchner Möbelschreinerei, nicht kurzfristig
eine Sprinkleranlage in seinen Betrieb installieren, könne man den bisherigen Feuerversicherungsschutz nur mit einem deutlichen Prämienaufschlag fortführen, teilte die Versicherung mit.

Versicherer kassieren ab

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Kein Einzelfall. Landauf, landab erhöhen
die Sachversicherer die Prämien – vor allem bei Firmen mit häufigen Schäden. Wo es im Betrieb mehrfach gebrannt hat, wo eingebrochen wurde,
da müssen Unternehmer mit Prämienaufschlägen
von bis zu 20 Prozent rechnen. Wenn ihnen das Risiko zu hoch erscheint, kündigen die Assekuranzen die Firmenversicherungsverträge
bisweilen auch ganz.

„Jetzt erhöhen die Versicherer bei den mittelständischen Firmen die Prämien“,
bestätigt Jürgen Schlensog, Geschäftsführer
des Versicherungsmaklers AON Jauch & Hübner GmbH. Einziger Ausweg für die Unternehmer: Sie installieren schnellstens Sicherungsmaßnahmen
wie Sprinkle- roder Alarmanlagen und nehmen das
als Argument, um Rabatte auszuhandeln. So können sie ihre Prämien um bis zu 50 Prozent senken.

Die teils heftigen Prämienaufschläge sind Teil einer großen Sanierungsstrategie der Versicherungswirtschaft. Denn die Konzerne wollen endlich wieder Geld in ihrem Kerngeschäft –
dem Versichern von Risiken – verdienen.

Jahrelang haben sie hier Milliarden
Euro Verluste geschrieben. Das war nicht weiter schlimm. Denn mit den eigentlich zu niedrigen Prämien kauften sie an der Börse im großen
Stil Aktien und scheffelten Milliardengewinne.

Den kompletten Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2004, Seite 156, nachlesen.

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