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Zur Fußballweltmeisterschaft im Juni und Juli erwarten die Behörden 10000 gewaltbereite Fans. Was Firmenchefs gegen Schäden durch Hooligans tun können.

Alfred Weber gibt sich scheinbar gelassen. „Hier in Gelsenkirchen erwarte ich bei den Spielen zur Fußballweltmeisterschaft keine Randale durch gewalttätige Fans“, sagt der Juwelier aus der Fußgängerzone der Fußballhochburg. Dennoch geht er auf Nummer Sicher und hat sein Geschäft gegen Schäden durch randalierende Fußballfans versichert. Der Schutz könnte erforderlich werden, wenn die Befürchtungen der zuständigen Behörden zutreffen: Ex-Bundesminister Otto Schily rechnet für die Fußballweltmeisterschaft mit 10000 Hooligans und erließ für die Polizei eine Urlaubssperre. Und Nord­rhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf ließ in einer Übung 650 Polizisten gegen 800 „gewaltbereite Fans“ antreten. Alles, um die 64 WM-Spiele sicher über die Runden zu bringen.

Doch ob das reicht, darf bezweifelt werden. Schließlich geht kaum ein Länderspiel ohne Krawalle ab. Entsprechend hat das Organisations­komitee der Weltmeisterschaft vorgesorgt. Als Ausrichter hat es eine Haftpflichtpolice über 140 Millionen Euro abgeschlossen. Für die Fußballeuropameisterschaft vor zehn Jahren in England reichten noch 15 Millionen Euro. „Aber Schäden durch Hooligans werden nur dann von der Versicherung übernommen, wenn ein Verschulden des Veranstalters vorliegt“, sagt Jürgen Görling. „Und das ist auf den Zu- und Abfahrtswegen der Stadien in der Regel nicht der Fall“, so der Sportchef des WM-Versicherers Hamburg-Mannheimer.

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Um den erforderlichen Schutz muss sich der Firmeninhaber also ­selber kümmern. „Doch das sollten nicht nur Unternehmer in den zwölf Spielorten tun“, rät Friedhelm Moers. „Denn auch die Ladenlokale in Städten, in denen Zuschauer die Spiele auf Großbildleinwänden verfolgen können, sind gefährdet“, warnt der Chef des Münsteraner Maklers Markplan.
„Insbesondere Ladenbesitzer, die fünf oder mehr Jahre ihren Versicherungsschutz nicht angepasst haben, sollten zusammen mit ihrem Berater die Verträge durchsehen“, rät Ralph Eisenhauer, bei der Victoria Versicherung für Verträge mit Gewerbe und Industrie zuständig. So lassen sich nicht nur die Summen auf den aktuellen Stand bringen. Darüber hinaus wird gleichzeitig geprüft, ob böswillige Beschädigungen, beispielsweise durch Randalierer, mitversichert sind. „Diese Risiken sind in älteren Verträgen nämlich häufig nicht gedeckt“, erläutert der Düsseldorfer.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2007, Seite 136, nachlesen.

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