Finanzen + Vorsorge Schwache Nachfrage nach Büroimmobilien in Europa

Schwache Nachfrage nach Büroimmobilien in Europa

Schwache Nachfrage nach Büroimmobilien in Europa

Wer Büroräume sucht, kann beim Makler so manches Schnäppchen machen. Grund: Durch die schlechte Konjunktur stehen immer mehr Büroräume leer.

Die Nachfrage nach Büroflächen ist europaweit schwach. 2002 lag der Umsatz in Europa 40 Prozent unter dem Volumen des Spitzenjahres 2000. Tendenz weiter sinkend. Während das erste Quartal 2003 gegenüber dem vierten Quartal 2002 allerdings noch einen Rückgang von 16 Prozent aufwies, zeigte der 12-Monatsvergleich nur noch einen Rückgang von fünf Prozent.

Die großen Finanzzentren (London, Frankfurt, Paris) haben in den letzten sechs Monaten eine deutliche Verschlechterung ihrer Vermietungsmärkte hinnehmen müssen. Potentiellen Flächennutzern werden zunehmend steigende Incentives angeboten. 25 Prozent der leer stehendend Flächen in Europa sind Untermietflächen, d.h. sie werden von Mietern angeboten, die damit neben den Vermietern zu einem nicht unbedeutenden Faktor als Anbieter von Flächen geworden sind.

Anzeige

Der Anteil der Untermietflächen, der seit 2002 verstärkt zu beobachten ist, ist in London City (65 Prozent), Moskau (65 Prozent), London West End (60 Prozent), Utrecht (55 Prozent) und Frankfurt (49 Prozent) am höchsten. Tendenz teilweise weiter steigend.

Für die meisten Märkten ist festzustellen, dass keine neuen Unternehmen in die Städte zuziehen, Expansionen von Unternehmen ausbleiben. Zu den bedeutenden Ausnahmen gehören Brüssel, wo die EU und belgische Institutionen für Zuwachs sorgen sowie Moskau, wo unternehmensbezogene Dienstleister und Unternehmen aus dem Mediensektor in der City Fuß fassen.

In Anbetracht der schwachen Marktlage überrascht es nicht, dass eine zunehmende Anzahl von Bauprojekten verschoben oder ganz gestrichen werden, so zum Beispiel in München, wo die Anzahl der in der Pipeline befindlichen Bauvorhaben besonders hoch ist. In den Niederlanden wurden sogar sämtliche spekulativen Bauvorhaben erst einmal eingestampft, während in Spanien viele der für 2004/05 geplanten Bauvorhaben nur verschoben werden. Brüssel stellt Projekte speziell in der Stadtperipherie zurück.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...