Finanzen + Vorsorge Sorge für die Zukunft tragen

Sorge für die Zukunft tragen

Sorge für die Zukunft tragen

Eine strategische Unternehmensplanung fehlt in den meisten mittelständischen Unternehmen. Ein Fehler, denn die Banken schauen verstärkt auf die Zukunftssicherung der Firmen.

„Nur wer das Ziel kennt, kann treffen“, sagt ein altes griechisches Sprichwort. Eigentlich gilt das auch für Unternehmer. Doch nur wenige halten sich an alte Sprichwörter und setzen sich Ziele. Mehr als 58 Prozent der befragten Mittelständler entwerfen keine langfristigen Pläne, ermittelte die Mind-Studie von impulse. „Eine langfristige und strategische Unternehmensplanung existiert in den meisten mittelständischen Unternehmen gar nicht“, bedauert auch Rolf Kurz, Präsident des Bundes der Selbständigen (BdS). Eine fatale Unterlassungssünde: Denn bei drei von vier Insolvenzen war mangelnde Unternehmensplanung Grund für die Pleite, so eine Studie der Universität Stuttgart-Hohenheim.

Firmen , die nicht langfristig planen, schneiden deshalb beim Rating schlecht ab. „Denn gute Manager denken weit voraus. Daraus ziehen die Banken den Umkehrschluss: Gibt es keine langfristige Unternehmensplanung, ist das Management nicht gut. Und das bedeutet Gefahr für die Kredite“, sagt Jan Offerhaus von der Unternehmensberatung HHMC.

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Darauf sollten Firmenchefs achten:

Strategische Planung

Hier wird definiert, welche Ziele das Unternehmen in fünf bis zehn Jahren erreichen will. Dazu gehört auch eine Analyse des Wettbewerbsumfeldes und der Stärken und Schwächen der Firma. So werden die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens ermittelt.

Taktische Planung

Diese mittelfristige Planung leitet sich direkt aus den Maßnahmenplänen der strategischen Planung ab. Sie ist das Bindeglied zur operativen Planung.

Operative Planung

Diese erstreckt sich in der Regel nur über ein Jahr. Sie ist wesentlich detaillierter. Um alle Bereiche besser erfassen zu können, wird die operative Planung in Einzelpläne zerlegt. Diese variieren je nach Unternehmenstyp und – größe. Die wichtigsten sind:

  • Umsatz/Absatzplan:
  • Dieser wird üblicherweise produkt- oder produktgruppenweise aufgestellt. Informationen daraus fließen als Erträge in die Gewinn- und Verlustrechnung und als Einnahmen aus dem laufenden Geschäft in den Liquiditätsplan ein.
  • Aufwandsplan:
  • Dieser plant den Material- und Wareneinsatz, abgeleitet aus dem Umsatz/Absatzplan. Dazu gehören die Personalkosten, getrennt nach einzelnen Mitarbeitern oder Mitarbeitergruppen. Außerdem beinhaltet dieser die Abschreibungen, abgeleitet aus dem Anlagevermögen und den geplanten Investitionen und weitere wichtige Kosten, die sich aus dem jeweiligen Tätigkeitsschwerpunkt der Unternehmen ergeben.
  • Investitionsplanung:
  • Hier plant das Unternehmen größere Vorhaben zeitgenau. Laufende Kleininvestitionen werden mit einem monatlichen Pauschalbetrag angesetzt. Um die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen und die nötigen Spielräume für Investitionen, Tilgungen und Ausschüttungen zu kennen, gehört hier auch die Eigen- und Fremdkapitalentwicklung hin. Aus diesem Finanzplan ist dann die monatliche Belastung des Unternehmens mit Zinsen und Tilgung ersichtlich.

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