Finanzen + Vorsorge Unternehmen sollen einfacher an Geld kommen

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Transparenter, schneller, zielgenau - mittelständische Unternehmen sollen künftig einfacher an die richtigen Fördermittel kommen. Dafür hat die Bundesregierung ein neues Innovationsprogramm auf den Weg gebracht. Ob Gründung, Umwelt, Nachfolge, Wachstum oder Forschung - welche Geldtöpfe es sonst noch gibt, lesen Sie im folgenden Themenpaket.

Aus gut 120 Förderprogrammen konnten Mittelständler bisher wählen, wenn sie finanzielle Hilfe für ihre Forschung und Entwicklung beantragen wollten. Zu viel, um das richtige für sich zu finden, bemängelten viele Experten. Doch das soll sich jetzt ändern, verspricht Wirtschaftsminister Michael Glos. Die Lösung heißt: „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ – kurz Zim, das am 1. Juli 2008 startet. Ziel des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist es, mit Zim die Basis für eine marktorientierte Technologieförderung im Mittelstand zu schaffen.

In der Praxis soll Zim vor allem mehr Übersichtlichkeit bringen: Das neue Programm fasst die bisherigen BMWi-Programme zusammen und bietet den Unternehmen ein transparenteres Förderangebot mit abgestimmten einheitlichen Förderkonditionen. „Wir wollen, dass die Unternehmer sich im häufig kritisierten Förderdschungel schnell und unkompliziert zurechtfinden und gehen deshalb in der Forschungsförderung mit gutem Beispiel voran“, sagt Minister Glos.
Zudem wolle die Regierung „die Innovationskraft der kleinen und mittleren Unternehmen nachhaltig unterstützen und einen wesentlichen Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit leisten“. Denn, so Glos: Gerade die mittelständischen Unternehmen würden dazu beitragen, neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen.

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Minister verspricht reibungslosen Übergang

Um die Qualität der Forschungsergebnisse weiter zu steigern, soll das Programm künftig auch die Zusammenarbeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit den Forschungseinrichtungen stärken. Zum 1. Januar 2009 kommt außerdem noch eine Einzelprojektförderung für kleine und mittelständische Unternehmen dazu. Vorbild dafür war das Programm Inno-Watt, das heute bereits für die neuen Bundesländer gewährt wird. Auch die bisher nur in Ostdeutschland gewährte Unterstützung des Managements von Netzwerken innovativer Firmen wird es künftig bundesweit geben.

Der Übergang von den bisherigen Förderprogrammen zum Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand werde reibungslos verlaufen, versicherte Glos: „Kein Antrag wird liegen bleiben oder in der Abwicklung verzögert werden.“ Außerdem gilt auch künftig: „Die Unternehmen entscheiden über die Wahl der Technologie und ihre Kooperations- und Netzwerkpartner, denn diese wissen am besten, was der Markt ihnen künftig abverlangt“, betont Glos.

Nähere Informationen zum Zim:
www.zim-bmwi.de

Und alle sonst noch wichtigen Geldtöpfe für Gründung, Wachstum, Umwelt und Forschung finden Sie in der folgenden Übersicht.

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