Finanzen + Vorsorge „US-Immobilienwerte bleiben stabil“

Interview mit Claus Thomas, Geschäftsführer bei La-Salle Investment Management, die weltweit Immobilien im Wert von 28 Milliarden US-Dollar verwaltet.

impulse: Experten rechnen damit, dass der Boom am US-Immobilienmarkt bald zu Ende geht. Ihre Meinung dazu?

Thomas: Das glaube ich nicht. Zwar haben in der Vergangenheit die Amerikaner steigende Hauspreise genutzt, um ihre Immobilien mit immer höheren Krediten zu belasten. Und das zusätzliche Geld haben sie ausgegeben. Doch die Fed hat das Problem im Griff. Sie hat die Leitzinsen seit Mai 2004 in zehn Schritten von einem Prozent auf 3,5 Prozent erhöht.

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Und was hat die Verteuerung des Geldes durch die US- Notenbank bisher bewirkt?

Nichts. Denn die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen. Von Mai bis Juli dieses Jahres legten die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser noch einmal gut 13 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres zu. Das ist der höchste Anstieg der vergangenen 25 Jahre.

Ist das nicht der richtige Zeitpunkt für Anleger, jetzt schnell aus dem Geschäft auszusteigen?

Nein. Denn die Preise werden allenfalls minimal nachgeben. Vorausgesetzt, die Notenbank macht das Geld nicht mit weiteren Zinsanpassungen wesentlich teurer. Und selbst wenn: Das träfe zunächst die privaten Wohnungseigentümer und erst danach die Anleger, die in gewerbliche Objekte wie Büros und Geschäftshäuser investiert haben.

Weitere Meldungen aus dem Ressort Finanzierung können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 128, nachlesen.

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