Finanzen + Vorsorge US-Produkthaftung: 1. Rechtslage kennen

US-Produkthaftung: 1. Rechtslage kennen.

Die Produkthaftung ist in den USA einzelstaatlich geregelt. Und es bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den 50 Staaten bezüglich der rechtlichen Grundlagen. Grundsätzlich aber gilt: Schadenersatzklagen basieren in den USA auf drei Anspruchsgrundlagen:

  • Fahrlässigkeit („negligence“)
  • Zusicherungshaftung („warranty“)
  • Gefährdungshaftung („strict liablity“).

Dabei dreht es sich immer um eine Frage: „War das Produkt fehlerhaft, als es das Herstellerwerk verließ, und hat dieser Fehler den Schaden verursacht?“ Das ist mit Sicherheit immer dann der Fall, wenn ein Produkt in falscher Weise hergestellt wurde, unangemessen konstruiert oder mit unzureichenden Anweisungen versehen wurde.

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Das Vorliegen eines Fehlers können Kläger am leichtesten durch einen Sachverständigen nachweisen. Viele Kläger hoffen, dass ihre Sachverständigen das Mindestmaß an Beweisen für die Fehlerhaftigkeit erbringen können, um eine Zurückweisung der Klage zu vermeiden. Bei der Gerichtsverhandlung entscheiden letztendlich die Geschworenen über die Fehlerhaftigkeit eines Produkts und damit über die Haftung des Herstellers. Es sind also Laien, die oftmals schwierige technische Details bewerten. Und die lassen sich nicht selten durch das Mitgefühl für den geschädigten Kläger beeinflussen.

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