Finanzen + Vorsorge US-Produkthaftung: 4. Vorausschauend handeln und schnell reagieren

US-Produkthaftung: 4. Vorausschauend handeln und schnell reagieren

Da trotz sicherer Auslegung („safe design“) und Schutzeinrichtungen jedes Produkt dennoch zu einem Schaden beitragen kann, sind Instruktionen nötig. Sie informieren Kunden und Bediener über den richtigen und sicheren Umgang mit dem Produkt. Warnhinweise haben die Aufgabe, auf bestimmte Gefahren und ihre Konsequenzen hinzuweisen sowie Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu beschreiben.

Unvollständige, unklare oder falsche Bedienungsanleitungen gelten als Instruktionsfehler. Wenn der Hersteller weiß, dass sein Produkt durch fremdsprachige oder des Lesens und Schreibens unkundige Arbeiter gebraucht wird, muss er das berücksichtigen und beispielsweise Warnungen per Bild anbringen.

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Aufpassen: „Instruktionsfehler“ verwenden Kläger besonders gern als Grundlage einer Produkthaftpflichtklage.

Schnelligkeit und Konsequenz sind beim Umgang mit der Produkthaftpflicht unumgänglich. Die Praxis zeigt, dass unzureichende Reaktionen auf Produktmängel nach dem Inverkehrbringen ein erhebliches Haftungsrisiko darstellen.

Ein deutscher Hersteller muss daher sicherstellen, dass ihn relevante Informationen aus dem Markt schnell erreichen und bei gemeldeten Mängeln im Unternehmen die notwendigen Konsequenzen umgehend veranlasst werden. Daher sind kurze Entscheidungswege und bereichsübergreifende Zusammenarbeit wichtig.

Empfohlen wird hierzu die Installation eines so genannten „Rückrufteams“. Es übernimmt im Krisenfall das Management aller erforderlichen Aktivitäten.

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