Finanzen + Vorsorge Welche Branchen für Wachstumsfinanzierungen infrage kommen

Als Beteiligungskapitalmarkt steckt Deutschland im internationalen Vergleich immer noch in den Kinderschuhen. Das Marktpotenzial ist daher enorm.

Als Beteiligungskapital- („Private Equity“-) Markt steckt Deutschland im
internationalen Vergleich immer noch in den Kinderschuhen. So beträgt der
Anteil der Private Equity-Investitionen am Bruttosozialprodukt hier nur ein
Sechstel des entsprechenden Wertes in Großbritannien. Das Marktpotenzial
ist also noch enorm.

Grundsätzlich kommen aus der Sicht der Beteiligungsgesellschaften alle
Branchen für Investitionen infrage, für die folgende Bedingungen zutreffen:

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  • Es muss Wachstum generell möglich sein.
  • Die Branche sollte keinen zu starken, zum Beispiel konjunkturellen Schwankungen unterliegen.
  • Sie sollte fragmentiert sein. Das heißt: Der Kuchen ist noch nicht verteilt, etwa in den Händen eines Monopolisten oder einer kleinen marktbeherrschenden Gruppe.
  • Wachstum innerhalb der Branche sollte möglich sein, etwa durch Akquisition anderer Firmen. Besonders attraktiv aus der Sicht der Investoren sind daher Branchen mit einer hohen Zahl von Einzelunternehmen, in denen ein Generationswechsel (Nachfolgeproblematik) ansteht.

Diese Bedingungen können sowohl in Industrie-, Handwerks-, Handel- und Dienstleistungsbranchen zutreffen. Insbesondere im Handwerk und in der Zulieferindustrie, aber auch in der Bau-, Energie- und Sicherheitstechnik sowie im Bereich Elektronik.

Bekannte Beispiele:

Mit Hilfe von Private Equity gewachsen, heute zum Teil über Börsengänge finanziert sind Flemming (Zahnersatz); Kamps (Bäckereien); Essanelle (Friseur); Ahorn-Grieneisen (Bestattungen)

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