Finanzen + Vorsorge Welche Policen wirklich lohnen

Wer schafft noch die Paragraphenhürden?

Wer schafft noch die Paragraphenhürden?

Rechtsstreitigkeiten kosten Firmenchefs Zeit und Geld. Rechtsschutzpolicen sorgen für Abhilfe.

„Die Rechtsrisiken für Unternehmer steigen rasant“, warnt Gerhard Horrion, Vorstandschef der Roland Rechtsschutzversicherung. Sie ist mit fast 400.000 Firmenverträgen eine der Branchengrößen. Der Assekuranz-Chef: „In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Fälle, die wir für Firmen und Freiberufler regulierten, allein beim Strafrechtsschutz um 56 Prozent, beim Arbeitsrechtsschutz sogar um 93 Prozent.“

Konsequenz: Rechtsschutzversicherungen sind für Unternehmer wichtiger denn je. »Die Internationalisierung der Wirtschaft, strengere Strafvorschriften für Firmen -Ordnungswidrigkeiten werden als Straftatbestand geahndet – und die Verschärfung des Verbraucherschutzes führen immer häufiger zu Prozessen«, so Georg Klinkhammer vom Deutschen Versicherungs-Schutzverband. Die Rechtsschutzgesellschaf-ten bieten zu fast allen Arten von Rechtsstreitigkeiten mit diversen Policen Schutz.

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Doch der Abschluss eines solchen Vertrags will überlegt sein. „Wer als Chef über seinen Verband rechtliche Unterstützung bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen genießt, der kann auf Arbeitsrechtsschutz verzichten“, rät Jurist Klinkhammer. Geschäftsführer-Policen sind bei Gesellschafter-Geschäftsführern überflüssig. Und Vermögensschaden-Rechtsschutz ist in erster Linie Freiberuflern anzuraten.

Für Firmen, die Mitarbeiter entlassen müssen oder wollen und bei Kündigungen keine Hilfe von einem Verband erhalten, ist der Arbeitsrechtsschutz besonders interessant. Denn Auseinandersetzungen um Gehälter, Abfindungen und Fehlzeiten werden immer häufiger vor Gericht ausgetragen.

„90 Prozent der vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigungen führen zum Prozess“, weiß Roland-Chef Gerhard Horrion aus den Unterlagen seiner Gesellschaft. Dazu kommt: In der ersten Instanz gehen die eigenen Kosten immer zu Lasten der Firma. Da kommen dann im Jahr schnell einige tausend Euro zusammen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 112, nachlesen.

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