Finanzen + Vorsorge Weniger Aufwand für den Chef

Theo Brandes atmet auf. "Diese Regelung macht die Einstellung neuer Leute wesentlich leichter." So wie dem Geschäftsführer des Maschinenbauers Stephan Machinery GmbH in Hameln geht es allen Unternehmern, die mit Versicherungen Rahmenverträge über eigene Firmenrenten abgeschlossen haben und expandieren wollen. Denn meist brin­gen die zusätzlich eingestellten Mitarbeiter schon von ihrem alten Arbeitgeber eine Zusage über eine betrieb­liche Altersversorgung mit.

Für die Erleichterung in den Personalabteilungen der Unternehmen sorgt das so genannte Übertragungsabkommen. Es wurde vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erarbeitet und kürzlich vom Bundesfinanzministerium genehmigt. Betroffen davon sind allerdings nur Policen von Direktversicherungen oder Verträge mit den versicherungsähnlichen Pensionskassen, für die sich auf Grund des geringen Verwaltungsaufwands insbesondere kleine und mittlere Unternehmen entscheiden.

Wie sich die Regelung in der Praxis auswirkt, zeigt ein Beispiel. Ein Arbeitnehmer wechselt zu einem neuen Unternehmen und will seine Direktversicherung weiterführen. Da die Police schon seit 2002 besteht, bleibt die Auszahlung am Ende der Laufzeit steuerfrei. Eine lukrative Regelung, die bei ab 2005 abgeschlossenen Verträgen nicht mehr möglich ist. Zwar liegt die Wahl der Versicherungsgesellschaft allein beim Unternehmer, doch ist der Arbeitnehmer häufig nicht bereit, auf seinen Steuervorteil zu verzichten. Damit der nicht verloren geht, musste der Chef bisher den Vertrag übernehmen und weiterführen, wenn er den Mitarbeiter an die Firma binden wollte.

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„Für Unternehmen konnten die bestehenden Zusagen so leicht zum Problem werden“, weiß Hans-Dieter Stubben von der auf betriebliche Altersvorsorge spezialisierten Bundes-Versorgungs-Werk GmbH (BVW) in Hamburg. „Vor allem, wenn die Verträge mit einer Gesellschaft abgeschlossen wurden, mit der die Firma bisher nicht zusammenarbeitet.“ Schnell weitet sich der Verwaltungsaufwand aus, wenn Monat für Monat mit vielen Versicherungen abgerechnet werden muss. „Doch durch das Abkommen wird dieser Aufwand überflüssig“, erläutert Experte Stubben.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2006, Seite 136, nachlesen.

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