Finanzen + Vorsorge Wetten für jeden Anlegertyp

Zertifikate sind immer noch Exoten. Wie sie das Depot bereichern. Wo Fallen lauern.

Mehr als 56 Prozent Wachstum in einem halben Jahr. Das kann an den Kapitalmärkten im Moment nur eine Industrie vermelden: die Zertifikatebranche. Zehn Milliarden Euro schlagen die Anbieter mittlerweile jeden Monat um. 100 Milliarden Euro haben die Anleger in den vergangenen fünf Jahren investiert – Deutschland ist damit Weltmarktführer. Zum Vergleich: Die 60 Jahre alte Fondsindustrie verwaltet rund 600 Milliarden Euro. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht: „Dreißig bis vierzig Prozent Wachstum sind auch in den kommenden Jahren drin“, prognostiziert Dieter Lendle, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Derivate Instituts (DDI). „Schließlich haben die Bankvertriebe das Produkt gerade erst entdeckt.“

Nicht nur für viele Banker in der Filiale sind Zertifikate Neuland. Auch private Investoren finden erst langsam einen Zugang: Während mittlerweile jeder dritte Deutsche Fonds im Depot hat, haben erst sechs Prozent Geld in Zertifikate investiert. Dabei ist das Angebot so groß und vielseitig, dass jeder Anlegertyp von den Papieren profitieren kann. impulse übersetzt den Grundwortschatz und erklärt, wie die beliebtesten Varianten funktionieren.

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Schon der Begriff Zertifikate kann vieles bedeuten: Juristisch betrachtet sind die Papiere Inhaberschuldverschreibungen, mit denen der Käufer ein verbrieftes Recht erwirbt – die Bank wird dabei zum Schuldner. Die Art der Rechte ist breit gefächert: Meist stecken dahinter Kaufoptionen für Aktien, Anleihen, Indizes oder Rohstoffe. Schließlich teilt sich der Markt in zwei Risikoklassen: Neben hoch riskanten „Knock-out“-Produkten, die der Branche ein Zocker­image eingetragen haben, sind heute vor allem Anlagezertifikate gefragt. 99 Prozent des investierten Kapitals stecken darin.

„Anlagezertifikate sind ein hervorragendes Instrument für feingliedrige Portfoliostrategien“, erklärt Rolf Krahe, Leiter des standardisierten Vermögensmanagements bei der Dresdner Bank. In den Portfolios, die Krahe für Privatkunden mit Anlagesummen ab 10000 Euro entwirft, hat er sich deshalb längst von der reinen Fondsanlage gelöst.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 150, nachlesen.

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